Neues aus dem Verein
★ 3. Aacher Höhlentag
Wir laden ein zum dritten Aacher Höhlentag an der Blätterteighöhle.
Ort: Aach, beim Aachtopf / Blätterteighöhle
Von: Georg Fleischmann | georg.fleischmann@ff-35.de
Wir laden ein zum dritten Aacher Höhlentag an der Blätterteighöhle.
★ Neuland im Dolinen-Land!
Der Schlangenmäander wächst: wir brauchen dringend Freiwillige, die beim weiteren Vortrieb, Transport und Bau von Logistik helfen! Auf dem Weg zu einem neuen Zu...
Der Schlangenmäander wächst: wir brauchen dringend Freiwillige, die beim weiteren Vortrieb, Transport und Bau von Logistik helfen! Auf dem Weg zu einem neuen Zu...Von: Tobias V. | fda42@toar.de
Klettertag für Aacher Kinder
Seilklettern am Mägdeberg, an geeigneten Bäumen oder in einer Sporthalle (wetterabhängig). Der Termin ist zu Beginn der Sommerferien (BW) im Rahmen des Aacher F...
Von: FdA
Seilklettern am Mägdeberg, an geeigneten Bäumen oder in einer Sporthalle (wetterabhängig).
Der Termin ist zu Beginn der Sommerferien (BW) im Rahmen des Aacher Ferienprogramms geplant.
Gästeabend ARGE Grabenstetten
Wir sind zu Gast beim Gästeabend der ARGE Grabenstetten in der Falkensteinhalle.
Von: FdA
Wir sind zu Gast beim Gästeabend der ARGE Grabenstetten in der Falkensteinhalle.
Filme vom 2. Höhlentag
Werner Duffner von Regio-Report.eu hat uns einen Link zu seinem neuen Film vom 2. Höhlentag geschickt: Film auf YouTube ansehenHier der Film von Bernd Hugger, d...
Von: Webmaster / FdA
Werner Duffner von Regio-Report.eu hat uns einen Link zu seinem neuen Film vom 2. Höhlentag geschickt:
Hier der Film von Bernd Hugger, den er am 2. Höhlentag 2024 im Keller neben der Höhle gezeigt hat:
Wir bitten, die Rechte der jeweiligen Filmersteller zu beachten. Weitere Informationen gerne beim Seitenverwalter.
Fledermaus-Schutzzeit & Links
🦇 Fledermaus-SchutzzeitDie Fledermaus-Schutzzeit geht jeweils vom 1. Oktober bis 31. März. Wir bitten um unbedingte Beachtung! Weitere Termine & FormulareWeiter...
Von: FdA
🦇 Fledermaus-Schutzzeit
Die Fledermaus-Schutzzeit geht jeweils vom 1. Oktober bis 31. März. Wir bitten um unbedingte Beachtung!
Weitere Termine & Formulare
- Weitere HöFo-Termine gibt es auf der Seite der ARGE Grabenstetten (Karstseminar RT, Speleo-Südwest, ARGE Blaukarst und ARGE Blautopf).
- Aufnahmeantrag, Satzung und Haftungsausschluss für die Befahrung der Donauhöhle sind im internen Bereich verfügbar.
Der neue Vorstand der FdA
Nach der Jahreshauptversammlung am 15.03.2025 ergibt sich nach den Wahlen folgende neue Besetzung des Vorstands der Freunde der Aachhöhle e.V.: 1. Vorsitzender:...
Von: FdA
Nach der Jahreshauptversammlung am 15.03.2025 ergibt sich nach den Wahlen folgende neue Besetzung des Vorstands der Freunde der Aachhöhle e.V.:
- 1. Vorsitzender: Georg Fleischmann
- 2. Vorsitzender: Jörn Brumme
- Kassier: Edwin Klotz
- Schriftführerin: Manuela Ehrich–Biesinger
- Beisitzer: Lothar Dietrich, Linus Köhnlechner, Ewald Lauer †
Monatstreff FdA
Regulärer Monatstreff der Freunde der Aachhöhle im Löwen in Aach. Normalerweise (!) am ersten Freitag im Monat, ab 19 Uhr.
Von: FdA | hoehlenwind@googlemail.com
Regulärer Monatstreff der Freunde der Aachhöhle im Löwen in Aach.
Normalerweise (!) am ersten Freitag im Monat, ab 19 Uhr.
🌍 Höhlen-News aus aller Welt
Die neuesten speläologischen Funde und Expeditionen weltweit. Automatisch kuratiert.
Zuletzt aktualisiert:
VorschauJahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforschung (VÖH) in Schladming
Die Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforschung findet vom 24. bis 27. September 2026 in Schladming statt und wird von den ÖAV Höhlenforschern Schladming ausgerichtet.
Die Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforschung findet vom 24. bis 27. September 2026 in Schladming statt und wird von den ÖAV Höhlenforschern Schladming ausgerichtet.
Programm und Veranstaltungsort
Das viertägige Programm umfasst Exkursionen, Fachvorträge und gesellige Zusammenkünfte. Ein Höhepunkt ist der öffentliche Abendvortrag, sowie ein spezieller Fachvortrag zur Dachstein-Südwandhöhle. Am Samstag sind weitere Exkursionen und Aktionen geplant, gefolgt von einem Festvortrag in Zusammenarbeit mit dem Montanhistorischen Verein Österreich und einem geselligen Ausklang. Der Sonntag ist der Generalversammlung und einem Frühschoppen mit Stadtführung durch Schladming gewidmet. Tagungsorte sind das Sporthotel Royer Schladming und das Hotel Gleimingerhof. Die Jahrestagung bietet eine hervorragende Gelegenheit zum Austausch neuester Forschungsergebnisse und zur Pflege der Gemeinschaft innerhalb der alpinen Speläologie.
VorschauUpdateInternationaler Kongress Hypogea 2026 widmet sich der Speläologie in künstlichen Hohlräumen
Tbilisi, Georgien, wird zum Treffpunkt für Experten, die sich mit der Erforschung und dem Schutz anthropogener unterirdischer Strukturen befassen.
Tbilisi, Georgien, wird zum Treffpunkt für Experten, die sich mit der Erforschung und dem Schutz anthropogener unterirdischer Strukturen befassen.
Fünfter Hypogea Kongress in Georgien: Fokus auf anthropogene Hohlräume
Vom 22. bis 26. September 2026 findet in Tbilisi, Georgien, der 5. Internationale Kongress für Speläologie in künstlichen Hohlräumen, bekannt als Hypogea 2026, statt. Unter der Schirmherrschaft der Union Internationale de Spéléologie (UIS) versammelt dieser Kongress Experten, um Wissen und Erfahrungen im Bereich der Erforschung und des Schutzes von künstlichen Höhlen auszutauschen.
Georgiens reiches unterirdisches Erbe im Fokus
Georgien ist bekannt für seine herausragenden in den Fels gehauenen Monumente, die von antiken künstlichen Höhlen der Bronzezeit bis zu christlichen Klosteranlagen mit Dutzenden von Felskirchen, Refektorien und Zellen reichen. Viele dieser Anlagen sind mit Fresken von außergewöhnlicher künstlerischer Meisterschaft geschmückt. Der Kongress bietet eine internationale Plattform für die Untersuchung, Dokumentation, den Schutz und die Förderung dieser 'anthropogenen' – also von Menschen geschaffenen – Hohlräume und des unterirdischen Kulturerbes.
Die 'Speläologie' konzentriert sich normalerweise auf natürliche Höhlen, doch die Erforschung künstlicher Hohlräume, die oft archäologische und historische Bedeutung besitzen, gewinnt zunehmend an Relevanz. Die Themen des Kongresses umfassen unter anderem die geologische Untersuchung dieser Stätten, die Konservierung und die Methoden der dreidimensionalen Dokumentation. Dies ist eine wichtige Ergänzung zur klassischen Höhlenforschung und trägt maßgeblich zum Verständnis menschlicher Interaktion mit dem Untergrund bei.
VorschauVielfältige internationale und nationale Speläologie-Veranstaltungen im September 2026
Der September 2026 bietet Speläologen und Karstforschern eine Fülle an Fachveranstaltungen, von der Hydrogeologie des Karsts bis zur Höhlenrettung und Untergrundbiologie, in ganz Europa.
Der September 2026 bietet Speläologen und Karstforschern eine Fülle an Fachveranstaltungen, von der Hydrogeologie des Karsts bis zur Höhlenrettung und Untergrundbiologie, in ganz Europa.
Fachkongresse und Tagungen prägen den Speläologie-Kalender im September
Der Monat September 2026 verspricht eine intensive Phase für die internationale und nationale Speläologie mit einer Reihe hochkarätiger Kongresse und Tagungen. Diese Veranstaltungen bieten Plattformen für den Austausch neuester Forschungsergebnisse, die Vorstellung innovativer Techniken und die Vernetzung innerhalb der Fachgemeinschaft.
Wichtige Termine im Überblick
- Eurokarst 2026 (30. August – 4. September): Die alle zwei Jahre stattfindende Eurokarst-Konferenz kehrt zu ihren Wurzeln zurück und findet in Neuchâtel, Schweiz, statt. Sie ist das europäische Forum für die Hydrogeologie von Karst- und Karbonatreservoiren und bietet eine internationale Plattform für Fachleute und akademische Forscher.
- 27. Internationale Konferenz über Untergrundbiologie (ICSB) (7. – 12. September): In Mangalia, Rumänien, versammeln sich Biologen, um die einzigartigen Ökosysteme und Lebensformen unter der Erde zu diskutieren.
- UIS Celebration of the International Day of Caves and Karst (IDCK) (10. – 13. September): Dieser von der Union Internationale de Spéléologie (UIS) initiierte Aktionstag zelebriert die Bedeutung von Höhlen und Karstlandschaften weltweit und fördert deren Schutz und Erforschung.
- Hypogea 2026 International Congress (22. – 26. September): Der 5. Internationale Kongress für Speläologie in künstlichen Hohlräumen findet in Tiflis, Georgien, unter der Schirmherrschaft der UIS statt. Er konzentriert sich auf den Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich künstlicher Höhlen und unterirdischer Strukturen.
- Jahrestagung des Verbands Österreichischer Höhlenforschung (VÖH) (24. – 27. September): Die VÖH-Jahrestagung 2026 wird in Schladming, Österreich, ausgerichtet. Sie steht unter dem Motto '50 Jahre ÖAV Höhlenforscher Schladming' und '140 Jahre Forschungen im Dachsteinloch', der Dachstein-Südwandhöhle.
- 19. European Cave Rescue Meeting (26. – 30. September Pre-Meeting, 1. – 4. Oktober Haupttagung): Dieses wichtige Treffen der europäischen Höhlenrettungsorganisationen findet in Kranj, Slowenien, statt und dient der Koordination und Weiterentwicklung von Rettungstechniken und -strategien in Höhlen.
Lokale Aktivitäten und Fachvorträge
Auch lokale Höhlenvereine tragen zum regen Vereinsleben bei. So bietet beispielsweise der Verein für Höhlenkunde München e.V. am 1. und 8. September 2026 SRT-Trainings (Single Rope Technique) an. Die Arbeitsgemeinschaft Blaukarst plant am 12. September eine Grill-Monatsversammlung und am 13. September den Internationalen UNESCO Höhlentag mit einer Karstwanderung.
Neandertaler-Strukturen in der Bruniquel-Höhle fordern archäologisches Paradigma heraus
Eine aktuelle Analyse der Bruniquel-Höhle in Südwestfrankreich wirft neues Licht auf die kognitiven Fähigkeiten der Neandertaler, nachdem komplexe ringförmige Strukturen aus Stalagmiten entdeckt wurden.
Eine aktuelle Analyse der Bruniquel-Höhle in Südwestfrankreich wirft neues Licht auf die kognitiven Fähigkeiten der Neandertaler, nachdem komplexe ringförmige Strukturen aus Stalagmiten entdeckt wurden.
Rethinking Neandertal Capabilities: Komplexe Konstruktionen in der Bruniquel-Höhle
Archäologen haben in der Bruniquel-Höhle im Südwesten Frankreichs aufsehenerregende Erkenntnisse über die kognitiven Fähigkeiten von Neandertalern gewonnen. In den stockdunklen Tiefen der Höhle, etwa 336 Meter vom ursprünglichen Eingang entfernt, wurden zwei ringförmige Strukturen aus gebrochenen Stalagmiten entdeckt. Diese Bauwerke sind rund 176.500 Jahre alt und datieren somit weit vor der Ankunft des Homo sapiens in Europa, was die Neandertaler als die einzigen plausiblen Erbauer zurücklässt.
Anspruchsvolle Nutzung des unterirdischen Raumes
Die Entdeckung dieser komplexen Strukturen hat eine Neubewertung der Fähigkeiten der Neandertaler erzwungen. Über Jahrzehnte hinweg wurden sie oft als 'dumme Vettern' des modernen Menschen dargestellt, unfähig zu jener Art von Planung, Kooperation und symbolischem Denken, die angeblich unsere Spezies auszeichnete. Die Bruniquel-Höhle kompliziert dieses Bild erheblich. Die größere der beiden Ringstrukturen misst 6,7 mal 4,5 Meter, die kleinere 2,2 mal 2,1 Meter. Insgesamt wurden etwa 400 Stalagmitenfragmente verwendet, die eine kombinierte Länge von 112,4 Metern und ein Gesamtgewicht von rund 2,2 Tonnen Kalzit aufweisen. Die Uniformität der verbauten Stücke und die Anwesenheit von absichtlich erhitzten Zonen deuten auf eine präzise und zielgerichtete Konstruktion hin.
Implikationen für die Paläoanthropologie
Die Notwendigkeit, Hunderte von Metern durch völlige Dunkelheit zu reisen und künstliches Licht zu verwenden, um diese Strukturen zu errichten, weist auf ein Maß an sozialer Organisation und technischer Kompetenz hin, das den Neandertalern zuvor nicht zugeschrieben wurde. Diese Entdeckung reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Beweisen von anderen Höhlenstandorten, wie beispielsweise in Spanien, wo Neandertaler vor etwa 65.000 Jahren Malereien an Stalagmiten anfertigten. Jacques Jaubert und seine Co-Autoren betonten in ihrer Arbeit von 2016, dass der Fund in zweierlei Hinsicht beispiellos sei: Er offenbart die Aneignung eines tiefen Karstraums – eine Landschaft, die durch die Lösung von Gestein wie Kalkstein geformt wird – durch eine vormoderne menschliche Spezies und betrifft aufwendige Konstruktionen aus Hunderten von teilweise kalibrierten, zerbrochenen Stalagmiten, die bewusst bewegt und platziert wurden.
Höhlenrettungseinsatz am Kyffhäuser nach Gesteinsabbruch
Eine großangelegte Höhlenrettungsaktion der DRK-Bergwacht Thüringen wurde am 5. August 2026 am Kyffhäuser-Gebirge durchgeführt, nachdem ein Gesteinsabbruch und Spuren an einem Höhlenzugang mögliche Verschüttete vermuten ließen.
Eine großangelegte Höhlenrettungsaktion der DRK-Bergwacht Thüringen wurde am 5. August 2026 am Kyffhäuser-Gebirge durchgeführt, nachdem ein Gesteinsabbruch und Spuren an einem Höhlenzugang mögliche Verschüttete vermuten ließen.
Erfolgreicher Höhlenrettungseinsatz im Kyffhäuser-Gebirge
Am 5. August 2026 wurde die Höhlenrettungsgruppe der DRK-Bergwacht Thüringen zu einem außergewöhnlichen Einsatz im Napptal bei Bad Frankenhausen im Kyffhäuser-Gebirge alarmiert. Anlass war ein aufgebrochenes Zugangstor zu einer Höhle, eine aufsteigende Staubwolke und verdächtige Spuren, die die Vermutung nahelegten, dass sich Personen unbefugt im Höhlensystem aufhielten und durch einen Gesteinsabbruch verschüttet worden sein könnten.
Umfangreiche Suchmaßnahmen unter Tage
Was als unklare Lage begann, entwickelte sich schnell zu einem komplexen Einsatz unter Tage. Spezialkräfte der Höhlenrettung, ausgerüstet mit modernster Rettungs-, Seil- und Kommunikationstechnik, rückten an. Neben drei speziell ausgebildeten Rettungshunden kamen Drohnentechnik und Ortungsmittel zum Einsatz. Auch die Expertise eines Fachberaters aus der Höhlenforschung (Speläologie) wurde hinzugezogen. Nach intensiver Erkundung aller zugänglichen Bereiche des Höhlensystems konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Es wurden weder Personen noch Hinweise auf Verschüttete oder andere Lebenszeichen festgestellt. Der Einsatz wurde daraufhin beendet.
Die Bedeutung spezialisierter Höhlenrettung in Karstregionen
Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer hochspezialisierten Rettungsstruktur in Regionen mit zahlreichen natürlichen Höhlen. Thüringen, eine Karstregion mit vielen Höhlen, verfügt über eine etablierte Höhlenrettung innerhalb der DRK-Bergwacht. Aktuell engagieren sich 15 speziell ausgebildete Höhlenretter aus sieben Bergwacht-Bereitschaften, die landesweit bei besonderen Einsatzlagen alarmiert werden. Ihre Ausrüstung wird durch Fördermittel des Freistaats Thüringen und Eigenmittel des DRK-Landesverbandes finanziert. Die Thüringer Höhlenrettung ist zudem Teil des bundesweiten Höhlenrettungsverbundes Deutschland (HRVD), was eine enge Zusammenarbeit mit anderen spezialisierten Rettungsgruppen ermöglicht.
UpdateNeue menschliche Fossilien in der Gran Dolina Höhle werfen Licht auf prähistorischen Kannibalismus
Aktuelle Ausgrabungen in der Gran Dolina Höhle in Spanien haben 24 neue menschliche Fossilien der Spezies Homo antecessor zutage gefördert, die unser Verständnis des urzeitlichen Kannibalismus erweitern.
Aktuelle Ausgrabungen in der Gran Dolina Höhle in Spanien haben 24 neue menschliche Fossilien der Spezies Homo antecessor zutage gefördert, die unser Verständnis des urzeitlichen Kannibalismus erweitern.
Bedeutung der Entdeckung
Die neuen Erkenntnisse sind entscheidend für das Verständnis der frühen menschlichen Besiedlung Westeuropas. Die Gran Dolina ist bekannt für einige der frühesten Spuren menschlicher Zivilisation in dieser Region. Die vertiefte Einsicht in die Ernährungsweisen und sozialen Strukturen des Homo antecessor trägt dazu bei, ein umfassenderes Bild dieser prähistorischen Population zu zeichnen und die komplexen Interaktionen in urzeitlichen Gemeinschaften besser zu verstehen.
UpdateNeue Erkenntnisse durch Unterwasser-Höhlenknochen in Südaustralien
In den Unterwasserhöhlen Südaustraliens gefundene Tierknochen liefern einzigartige Einblicke in ausgestorbene Megafauna und eröffnen neue Rekonstruktionsmethoden für vergangene Ökosysteme.
In den Unterwasserhöhlen Südaustraliens gefundene Tierknochen liefern einzigartige Einblicke in ausgestorbene Megafauna und eröffnen neue Rekonstruktionsmethoden für vergangene Ökosysteme.
Neue Erkenntnisse durch Unterwasser-Höhlenknochen in Südaustralien
Aktuellen Meldungen zufolge haben detaillierte Analysen von in den Karstsystemen Südaustraliens geborgenen Tierknochen neue Wege eröffnet, die Lebensweise und die Umweltbedingungen prähistorischer Megafauna zu rekonstruieren. Forscher entdeckten, dass die unter Wasser konservierten Knochen spezifische Merkmale aufweisen, die durch die einzigartigen Bedingungen der Dunkelheit, sowie die Einflüsse von Algen und Bakterien geprägt sind. Diese distinktiven Hinweise ermöglichen Wissenschaftlern eine präzisere Rückverfolgung vergangener Ökosysteme und der Rolle der Höhlen in diesen.
Innovative paläontologische Rekonstruktion
Die Erkenntnisse, veröffentlicht am 4. August 2026, bieten eine leistungsstarke Methode, um die Geheimnisse ausgestorbener Riesen zu entschlüsseln, die einst die australische Landschaft bevölkerten. Die Untersuchung der Knochen, die unter den stabilen Bedingungen von Unterwasserhöhlen erhalten geblieben sind, ermöglicht eine genauere Datierung und eine detailliertere Analyse von Ernährungsgewohnheiten und Lebensräumen dieser Urzeitwesen. Diese Methode erweitert das Spektrum der paläontologischen Forschung erheblich und verspricht tiefere Einblicke in die Evolution des Lebens auf der Erde.
UpdateBlauhöhlensystem überschreitet die 19-Kilometer-Marke mit weiteren Neuentdeckungen
Das Blauhöhlensystem auf der Schwäbischen Alb hat durch fortlaufende Erkundungen die beeindruckende Länge von über 19 Kilometern erreicht, wobei Forscher optimistisch auf eine potenzielle Gesamtlänge von 29 Kilometern blicken.
Das Blauhöhlensystem auf der Schwäbischen Alb hat durch fortlaufende Erkundungen die beeindruckende Länge von über 19 Kilometern erreicht, wobei Forscher optimistisch auf eine potenzielle Gesamtlänge von 29 Kilometern blicken.
Fortschritte in der Erforschung des Blauhöhlensystems
Das Blauhöhlensystem, ein herausragendes Beispiel für ein Karsthöhlensystem auf der Schwäbischen Alb in Deutschland, hat durch die unermüdliche Arbeit der Höhlenforschungsgruppe Ostalb/Kirchheim (HFGOK) und der Arge Blautopf eine Gesamtlänge von über 19 Kilometern überschritten. Dies gaben die Forscher am 1. August 2026 bekannt und feierten damit einen bedeutenden Meilenstein in der deutschen Speläologie (Höhlenforschung).
Visionen für die zukünftige Höhlenforschung
Projektleiter Andreas Kücha, Vorsitzender der HFGOK, äußerte sich begeistert über die kontinuierlichen Neuentdeckungen. Er und sein Kollege Jens Freigang berichteten von den jüngsten Erfolgen und blickten auf zukünftige Potenziale. Sollten Verbindungen zwischen der Berghüler Hessenhauhöhle (8.403 Meter, vermessen von der Arge Blaukarst) und dem Steebschacht bei Wennenden (1.964 Meter, vermessen vom Höhlenverein Blaubeuren) zur Blauhöhle gefunden werden, könnte das Gesamtsystem eine Länge von über 29 Kilometern erreichen. Damit würde es das derzeit längste Höhlensystem Deutschlands, das Riesending bei Berchtesgaden (27,3 Kilometer), übertreffen.
Engagierte Forschung und alpine Projekte
Die Forschung in der Blaubeurer Unterwelt ist seit rund dreißig Jahren von Neugier und kontinuierlichen Entdeckungen geprägt. Die HFGOK ist nicht nur auf der Schwäbischen Alb aktiv, sondern erforscht auch Höhlen in den Alpen, insbesondere im Bereich der Reiteralm bei Berchtesgaden. Die Fortschritte im Blauhöhlensystem sind das Ergebnis zahlreicher ehrenamtlicher Arbeitsstunden und werden durch Spenden finanziert.
Forschungswoche des Landesvereins für Höhlenkunde auf der Ischler Hütte
Der Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich organisiert eine Forschungswoche im Salzkammergut, um die Höhlen und Karstphänomene der Region weiter zu erkunden.
Der Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich organisiert eine Forschungswoche im Salzkammergut, um die Höhlen und Karstphänomene der Region weiter zu erkunden.
Speläologische Forschung im alpinen Karst des Salzkammerguts
Vom 1. bis zum 8. August 2026 veranstaltet der Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich eine Forschungswoche auf der Ischler Hütte im Herzen des Salzkammerguts in Oberösterreich. Diese Initiative dient der kontinuierlichen Erforschung der komplexen Höhlensysteme und Karstphänomene – das sind typische Geländeformen, die durch die Lösung von Kalk- oder Gipsgestein entstehen – dieser alpinen Region. Die Ischler Hütte, gelegen in den Dachstein-Bergen, ist ein idealer Ausgangspunkt für speläologische Exkursionen in die umliegenden Gebirgszüge wie das Tote Gebirge und den Dachstein.
Ziele und Aktivitäten der Forschungswoche
Im Rahmen der Forschungswoche werden sich die Teilnehmer der Vermessung von Höhlen, der Dokumentation von Neuentdeckungen sowie hydrogeologischen Untersuchungen widmen. Die alpine Speläologie in diesen Gebieten ist oft durch anspruchsvolle Bedingungen und die Notwendigkeit spezieller Techniken gekennzeichnet. Der Austausch von Fachwissen und die gemeinsame Erkundung sind zentrale Elemente dieser Veranstaltung, die darauf abzielt, das Verständnis für die Entstehung und Entwicklung dieser einzigartigen unterirdischen Landschaften zu vertiefen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, die geologischen und biologischen Besonderheiten der Karstregionen Oberösterreichs besser zu erfassen und deren Schutz zu fördern.
Archäologen entdecken winzige Eiszeit-Vogel-Figurinen in der Hohle Fels Höhle
Bei Ausgrabungen in der UNESCO-Welterbestätte Hohle Fels in der Schwäbischen Alb wurden zwei winzige, 40.000 Jahre alte Vogel-Figurinen aus Mammut-Elfenbein entdeckt, die die künstlerische Raffinesse der Eiszeitmenschen unterstreichen.
Bei Ausgrabungen in der UNESCO-Welterbestätte Hohle Fels in der Schwäbischen Alb wurden zwei winzige, 40.000 Jahre alte Vogel-Figurinen aus Mammut-Elfenbein entdeckt, die die künstlerische Raffinesse der Eiszeitmenschen unterstreichen.
Neue paläolithische Kunstwerke in der Hohle Fels Höhle freigelegt
Archäologen der Universität Tübingen haben in der UNESCO-Welterbestätte Hohle Fels in der Schwäbischen Alb einen bemerkenswerten Fund gemacht: Zwei exquisite, nur daumennagelgroße Vogel-Figurinen aus Mammut-Elfenbein, deren Alter auf etwa 40.000 Jahre geschätzt wird. Diese winzigen Kunstwerke wurden in den Aurignacien-Schichten der Höhle freigelegt, die bereits für die ältesten figurativen Kunstwerke der modernen Menschen in Europa bekannt sind.
Detailreiche Darstellungen aus der Eiszeit
Die Entdeckungen umfassen eine nahezu vollständige Darstellung eines ruhenden Vogels, möglicherweise eines brütenden Schopfteppichhuhns (einer Art Raufußhuhn), sowie eine zweite Figur, die einen Vogel mit ausgebreiteten Flügeln zeigt. Obwohl letzterer teilweise beschädigt ist, offenbaren beide Skulpturen eine außergewöhnliche Handwerkskunst. Professor Nicholas Conard, Leiter der Ausgrabungen und des Fachbereichs Ältere Urgeschichte und Quartärökologie der Universität Tübingen, hob hervor, dass die Figurinen die bemerkenswerte künstlerische Fähigkeit der Eiszeit-Handwerker demonstrieren. Sie zeigen, dass die Künstler Vögel auf vielfältige und hochkomplexe Weise darstellen konnten, was auf einzigartige künstlerische Motive an spezifischen archäologischen Stätten hindeutet.
Bedeutung für die Speläologie und Urgeschichtsforschung
Dieser Fund vertieft das Verständnis der frühen menschlichen Kultur und der Verbreitung künstlerischer Ausdrucksformen im Paläolithikum (Altsteinzeit). Die Hohle Fels Höhle, eine von sechs Höhlen im Gebiet der Schwäbischen Alb, die als UNESCO-Welterbestätte geschützt sind, hat bereits zahlreiche Artefakte wie Knochenflöten und die berühmte Venus vom Hohle Fels hervorgebracht, die zu den ältesten figurativen Kunstwerken weltweit zählen. Die neuen Vogel-Figurinen, von denen eine mit nur zwei Zentimetern Länge als das kleinste bekannte Eiszeitkunstwerk gilt, bereichern die Sammlung der prähistorischen Kunst und liefern weitere Einblicke in das Leben und die Symbolik der damaligen Jäger und Sammler.
Durchbruch in der Datierung prähistorischer Höhlenmalereien in Font-de-Gaume
Wissenschaftler haben erstmals mittels Radiokarbondatierung prähistorische Kunstwerke in der berühmten Höhle Font-de-Gaume präzise datiert und dabei überraschende Erkenntnisse gewonnen.

Neue Chronologien für Eiszeitkunst in der Dordogne
Am 28. Juli 2026 wurde ein signifikanter Fortschritt in der Archäometrie bekannt gegeben: Forschern ist es gelungen, prähistorische Höhlenmalereien in der renommierten Höhle Font-de-Gaume bei Les Eyzies in der französischen Dordogne erstmals direkt zu datieren. Durch die Analyse von Holzkohlepartikeln, die in den schwarzen Pigmenten der Kunstwerke enthalten waren, konnten mittels Radiokarbondatierung präzise Altersbestimmungen vorgenommen werden.
Methodische Innovation und historische Implikationen
Die traditionelle Datierung von mineralischen Höhlenmalereien ist eine Herausforderung, da diese normalerweise keinen organischen Kohlenstoff enthalten. Die Entdeckung von Holzkohle in den Pigmenten der Malereien in Font-de-Gaume ermöglichte jedoch die Anwendung dieser präzisen Methode. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Bison vor etwa 13.000 Jahren gemalt wurde. Besonders bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass Teile einer maskenartigen Figur über mehrere, weit auseinanderliegende Perioden hinweg hinzugefügt oder verändert wurden.
Diese neuen Daten bieten Archäologen eine leistungsstarke Möglichkeit, die Chronologie menschlicher Aktivitäten in dekorierten Höhlen detaillierter zu rekonstruieren – wann Menschen Höhlen betraten, Kunstwerke schufen und später zurückkehrten, um diese zu modifizieren oder zu ergänzen. Die Forschung erweitert unser Verständnis der kulturellen Praktiken und der Zeiträume, in denen die eiszeitlichen Künstler in der Region tätig waren.
Bedeutende Höhlenentdeckung in Vietnam: Thang-Höhle offenbart seltene Höhlenperlen
Eine internationale Expedition im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark in Vietnam hat die bisher undokumentierte Thang-Höhle entdeckt, ein etwa 3 Kilometer langes System, das für seine beeindruckenden Mineralformationen und eine hohe Konzentration seltener Höhlenperlen bekannt ist.
Eine internationale Expedition im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark in Vietnam hat die bisher undokumentierte Thang-Höhle entdeckt, ein etwa 3 Kilometer langes System, das für seine beeindruckenden Mineralformationen und eine hohe Konzentration seltener Höhlenperlen bekannt ist.
Witte Museum enthüllt Eiszeitgeschichte Texas' mit neuer Friesenhahn Cave Ausstellung
Das Witte Museum in San Antonio, Texas, hat in Zusammenarbeit mit der Concordia University Texas eine neue Ausstellung eröffnet, die sich auf Eiszeitfossilien aus der bedeutenden Friesenhahn Cave konzentriert und modernste LiDAR-Scans präsentiert.
Das Witte Museum in San Antonio, Texas, hat in Zusammenarbeit mit der Concordia University Texas eine neue Ausstellung eröffnet, die sich auf Eiszeitfossilien aus der bedeutenden Friesenhahn Cave konzentriert und modernste LiDAR-Scans präsentiert.
UpdateErfolgreicher Abschluss der 64. Jahrestagung des VdHK in Giengen-Hürben
Die 64. Jahrestagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) fand vom 23. bis 26. Juli 2026 in Giengen-Hürben statt und versammelte Speläologen unter dem Motto 'Höhle-Mensch-Natur'.
Die 64. Jahrestagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) fand vom 23. bis 26. Juli 2026 in Giengen-Hürben statt und versammelte Speläologen unter dem Motto 'Höhle-Mensch-Natur'.
Märkische Höhlenroute eröffnet: Natur- und Digitalerlebnis im Sauerland
Im Märkischen Sauerland wurde eine neue Themenroute eröffnet, die vier bedeutende Höhlen mit multimedialen Informationspunkten verbindet und ein einzigartiges Natur- und Digitalerlebnis bietet.
Im Märkischen Sauerland wurde eine neue Themenroute eröffnet, die vier bedeutende Höhlen mit multimedialen Informationspunkten verbindet und ein einzigartiges Natur- und Digitalerlebnis bietet.
Neue Märkische Höhlenroute: Karsterlebnisse digital aufbereitet
Am 22. Juli 2026 wurde im Herzen des Märkischen Sauerlandes offiziell die Märkische Höhlenroute eingeweiht. Dieses innovative Tourismusprojekt, das Naturerlebnisse mit digitalen Inhalten verknüpft, erstreckt sich über eine Länge von rund 24 Kilometern und verbindet vier herausragende Höhlen der Region.
Verbindung einzigartiger Karstformationen
Die Route schließt die Balver Höhle, die Reckenhöhle in Binolen, die Heinrichshöhle in Hemer-Sundwig und die Dechenhöhle in Iserlohn aneinander. Alle diese Höhlen sind Teil der sogenannten "Iserlohner Kalksenke", dem größten zusammenhängenden Karstgebiet Südwestfalens. Dieses Gebiet wurde über Jahrmillionen durch die erodierende Kraft des Wassers geformt und beherbergt heute einzigartige Naturdenkmäler der Speläologie. Karstgebiete sind von besonderem Interesse für die Höhlenforschung aufgrund ihrer spezifischen geologischen und hydrologischen Eigenschaften.
Digitale Vermittlung und regionale Förderung
Entlang der Strecke laden multimediale Informationspunkte dazu ein, mittels Smartphone tiefere Einblicke in die Geologie, die Geschichte und die besondere Biologie der Höhlen zu gewinnen. Dieses Projekt, das durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramme mit 72.000 Euro gefördert wurde, zielt darauf ab, die Region auf innovative Weise zu erschließen. Es bietet sowohl Einheimischen als auch Touristen ein einzigartiges Erlebnis, das körperliche Bewegung in der Natur mit moderner digitaler Informationsvermittlung verbindet und so einen wichtigen Impuls für den regionalen Tourismus setzt.
Größtes Höhlensystem Kroatiens zufällig entdeckt
Das Đula-Medvedica-Höhlensystem, das größte Höhlennetzwerk Kroatiens, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts während des Eisenbahnbaus zufällig freigelegt und birgt faszinierende archäologische Zeugnisse.
Das Đula-Medvedica-Höhlensystem, das größte Höhlennetzwerk Kroatiens, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts während des Eisenbahnbaus zufällig freigelegt und birgt faszinierende archäologische Zeugnisse.
Archäologische Bedeutung
Die Höhle von Ogulin ist nicht nur von speläologischer, sondern auch von erheblicher archäologischer Bedeutung. Sie dokumentiert die Nutzung von Karstlandschaften durch frühe menschliche Kulturen und trägt maßgeblich zum Verständnis der regionalen Urgeschichte bei. Die zufällige Entdeckung unterstreicht einmal mehr das Potenzial von Bauprojekten, verborgene Zeugnisse der Erd- und Menschheitsgeschichte ans Licht zu bringen.
Lanzarote als Mondlabor: Erforschung von Lavahöhlen für zukünftige Mondmissionen
Ein Forschungsteam der LMU München und des DLR testet auf Lanzarote seismische Methoden zur Erkundung von Lavahöhlen unter Mondbedingungen.
Ein Forschungsteam der LMU München und des DLR testet auf Lanzarote seismische Methoden zur Erkundung von Lavahöhlen unter Mondbedingungen.
Speläologische Forschung im Dienste der Raumfahrt: NEPOS-Projekt auf Lanzarote
Im Rahmen des NEPOS-Projekts (Near-Surface Seismic Exploration of Planetary Bodies with Adaptive Networks) führten Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Messkampagne auf Lanzarote durch. Ziel war die Erprobung passiver seismischer Verfahren zur Erkundung von Lavahöhlen.
Mondähnliche Karststrukturen für planetare Erkundung
Die einzigartigen geologischen Formationen Lanzarotes, insbesondere ihre Lavahöhlen, weisen mondähnliche Strukturen auf und bieten somit ideale Bedingungen für die Validierung von Messtechniken unter realen Analogbedingungen. Die Forschung konzentriert sich darauf, Wassereis und höhlenähnliche Gebilde unter der Mondoberfläche aufzuspüren, die bei zukünftigen Mondmissionen als potenzielle Ressourcen oder Schutzräume dienen könnten. Diese speläologische und geophysikalische Arbeit ist entscheidend für die Weiterentwicklung der planetaren Erkundung und das Verständnis subterraner Hohlräume auf anderen Himmelskörpern.
UpdatePrähistorische Höhlenkunst in der Osttürkei entdeckt
Ein internationales Forscherteam hat in der Tohma-Schlucht in Ostanatolien eine Höhle mit nahezu hundert prähistorischen Malereien freigelegt, die neue Einblicke in frühmenschliche Kulturen bieten.
Ein internationales Forscherteam hat in der Tohma-Schlucht in Ostanatolien eine Höhle mit nahezu hundert prähistorischen Malereien freigelegt, die neue Einblicke in frühmenschliche Kulturen bieten.
Neue Höhlenmalereien in Tohma-Schlucht offenbaren komplexe prähistorische Geschichten
In der Provinz Malatya in der Osttürkei, genauer gesagt in der malerischen Tohma-Schlucht, wurde eine bedeutende Entdeckung gemacht, die das Verständnis der prähistorischen Kunst Anatoliens erweitern könnte. Ein interdisziplinäres Team unter der Leitung von Dr. Levent İskenderoğlu von der İnönü-Universität hat eine Höhle freigelegt, deren Wände mit fast hundert prähistorischen Malereien bedeckt sind. Diese Darstellungen umfassen menschliche und tierische Figuren sowie geometrische Symbole, ausgeführt in roten und rötlich-braunen Tönen.
Einzigartige Kompositionen und wiederholte Besuche
Die Einzigartigkeit dieser Funde liegt nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in der Art und Weise, wie die Bilder arrangiert sind. Viele Darstellungen scheinen miteinander verbunden zu sein und bilden größere Kompositionen über die Felsoberfläche hinweg. Einige Figuren wurden über ältere Malereien angebracht, und stilistische Variationen deuten darauf hin, dass die Höhle über einen langen Zeitraum hinweg wiederholt von verschiedenen Gruppen besucht und künstlerisch gestaltet wurde.
Die Forscher untersuchen derzeit die mögliche rituelle oder glaubensbezogene Funktion der Höhle. Die Entdeckung wird bereits mit anderen bekannten prähistorischen Kunststätten in der Türkei verglichen, darunter Beldibi in Antalya, die Latmos-Felsmalereien und die Doğu Sandal Höhle in Mersin. Die Tohma-Schlucht, bekannt für ihre zerklüfteten Klippen und Flusslandschaften, erhält durch diese Entdeckung ein neues Kapitel in ihrer reichen Geschichte.
Neues Geister-Krebstier der Gattung Megabathynella in australischer Höhle entdeckt
In einer abgelegenen Kalksteinhöhle im australischen Northern Territory wurde ein neues Genus von Krebstieren, Megabathynella totemensis, mit über 80 Exemplaren entdeckt, die an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst sind.
In einer abgelegenen Kalksteinhöhle im australischen Northern Territory wurde ein neues Genus von Krebstieren, Megabathynella totemensis, mit über 80 Exemplaren entdeckt, die an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst sind.
Entdeckung einer neuen Bathynellacea-Gattung in 'Totem Pole Cave'
Wissenschaftler haben in flachen Höhlenbecken der 'Totem Pole Cave' im Pungalina-Karstgebiet entlang des Golfs von Carpentaria im australischen Northern Territory über 80 geisterhafte Krebstiere eines zuvor unbekannten Genus entdeckt. Diese neue Spezies mit dem Namen Megabathynella totemensis weist eine außergewöhnliche Anatomie auf, die perfekt an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst ist.
Einzigartige morphologische Merkmale
Die transparenten Krebstiere, die jeweils etwa sechs Millimeter lang sind, stellen eine ungewöhnlich große Größe innerhalb ihrer taxonomischen Gruppe dar. Die Forscher Ana I. Camacho, Kym M. Abrams und Tim Moulds stellten fest, dass die Tiere keiner bestehenden Gattung innerhalb der Familie Parabathynellidae zugeordnet werden konnten. Der auffälligste Unterschied liegt in der Anzahl der Klauen: M. totemensis besitzt bis zu elf Klauen, während die meisten verwandten Arten nur sieben aufweisen. Dies rechtfertigte die Etablierung einer neuen Gattung.
Es ist das erste Mal, dass eine Spezies der Krebstierordnung Bathynellacea in einer australischen Höhle registriert wurde. Die Entdeckung passt zu einem breiteren Muster, das Forscher weltweit dokumentieren, da große und riesige Bathynellacea-Arten mittlerweile auf allen Kontinenten gefunden wurden. Die Studie wurde im European Journal of Taxonomy veröffentlicht.
Sensationelle archäologische Funde im Shualim Rockshelter, Israel
Ein Team von Archäologen hat in der Negev-Wüste, Israel, Muschelperlen und Werkzeuge aus der Eiszeit entdeckt, die weitreichende kulturelle Verbindungen aufzeigen.
Ein Team von Archäologen hat in der Negev-Wüste, Israel, Muschelperlen und Werkzeuge aus der Eiszeit entdeckt, die weitreichende kulturelle Verbindungen aufzeigen.
Zeugnisse eiszeitlicher Kosmopoliten in der Negev-Wüste
Eine bemerkenswerte Entdeckung im Shualim Rockshelter, einer Höhlenwohnung in der zerklüfteten Negev-Wüste Israels, wirft neues Licht auf die Lebensweise eiszeitlicher Nomaden. Archäologen legten fragile Muschelperlen frei, die noch Spuren von Ockerpigment trugen und sorgfältig zum Auffädeln durchbohrt waren. Diese Schmuckstücke wurden Hunderte von Kilometern von der nächsten Küstenlinie entfernt gefunden.
Uralte Handwerkskunst und weiträumiger Austausch
Neben den Muschelperlen stießen die Forscher auf eine kunstvoll gravierte Straußeneierscherbe und eine fein gearbeitete Geweihspeerspitze. Diese Artefakte, die normalerweise mit mediterranen Jäger- und Sammlergemeinschaften in Verbindung gebracht werden, deuten darauf hin, dass die Wüstennomaden der Eiszeit weitaus vernetzter und kosmopolitischer waren, als bisher angenommen.
Die Studie, die im Journal of Human Evolution veröffentlicht wurde, argumentiert, dass diese außergewöhnlichen Funde, die zwischen 47.000 und 36.000 Jahre alt sind, keine Anomalien darstellen. Vielmehr sind sie überzeugende Beweise für umfangreiche Fernkontakte und einen regen Ideenaustausch zwischen verschiedenen prähistorischen Gruppen. Diese Erkenntnisse fordern unsere bisherigen Vorstellungen heraus und zeichnen ein lebendiges Bild alter menschlicher Kulturen, die durch ein komplexes Netzwerk von Interaktionen über weite und vielfältige Landschaften hinweg geprägt wurden.
Höhlenforschung auf globaler Bühne: Karst-Ökosysteme im Fokus der Vereinten Nationen
Die Höhlenforschung war mit einem Side-Event beim Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in New York vertreten, um die Bedeutung von Karst-Ökosystemen hervorzuheben.
Die Höhlenforschung war mit einem Side-Event beim Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in New York vertreten, um die Bedeutung von Karst-Ökosystemen hervorzuheben.
Höhlenforschung auf globaler Bühne: Karst-Ökosysteme im Fokus der Vereinten Nationen
Am 9. Juli 2026 organisierte eine NGO-Gruppe im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN HLPF) in New York einen bedeutenden Side-Event zum Thema Vernetzung und die Rolle von Karst-Ökosystemen. Bei dieser einstündigen Veranstaltung sprachen Vertreter der Vereinten Nationen sowie Delegierte von Mitgliedsstaaten. Hilary Reinhart aus Indonesien vertrat die Höhlenforschung und berichtete über die Netzwerke und die im Dezember des Vorjahres verabschiedete Resolution zu Karst-Ökosystemen bei der Umweltversammlung der Vereinten Nationen.
Bedeutung von Karstregionen
Karstgebiete sind Landschaften, die durch die spezifischen Lösungserscheinungen von Karbonatgesteinen (wie Kalkstein oder Dolomit) geformt wurden. Sie sind weltweit verbreitet und beheimaten einzigartige Höhlensysteme, unterirdische Wasserläufe und spezifische Ökosysteme, die von entscheidender Bedeutung für die Biodiversität und die Trinkwasserversorgung vieler Regionen sind. Die Speläologie, die Wissenschaft von den Höhlen und ihrer Erforschung, spielt eine Schlüsselrolle beim Verständnis und Schutz dieser sensiblen Regionen.
Globale Anerkennung und Schutzinitiativen
Die Präsenz der Höhlenforschung auf einer so hochrangigen internationalen Plattform wie dem UN HLPF unterstreicht die wachsende globale Anerkennung der ökologischen und klimatischen Bedeutung von Karstgebieten. Die Resolution zu Karst-Ökosystemen ist ein wichtiger Schritt, um diese einzigartigen Landschaften und ihre oft verborgene Biodiversität besser zu schützen und in nachhaltige Entwicklungsstrategien zu integrieren. Die Veranstaltung ermöglichte einen wertvollen Austausch über zukünftige Kooperationen und Schutzmaßnahmen.
UpdateBahnbrechender Nachweis menschlicher DNA in prähistorischen Höhlenmalereien
Erstmals wurde menschliche DNA direkt in Höhlenmalereien identifiziert, was neue Perspektiven auf die Nutzung von Höhlen durch prähistorische Menschen eröffnet.
Erstmals wurde menschliche DNA direkt in Höhlenmalereien identifiziert, was neue Perspektiven auf die Nutzung von Höhlen durch prähistorische Menschen eröffnet.
Einblick in die Biologie und Kultur unserer Vorfahren
Internationale Forschungsteams haben einen bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch in der Paläogenetik erzielt: Zum ersten Mal konnte menschliche DNA direkt in prähistorischen Höhlenmalereien nachgewiesen werden. Diese wegweisende Entdeckung, die am 25. Juni 2026 bekannt gegeben wurde, eröffnet völlig neue Möglichkeiten für die Speläoarchäologie und die Humanforschung.
Neue Methoden zur Erforschung prähistorischer Lebensweisen
Die Analyse der DNA an den Wänden von Höhlen könnte in zukünftigen Studien detaillierte Einblicke in die Nutzung dieser unterirdischen Räume, die Mobilität und das Verhalten prähistorischer Menschen liefern. Dies gilt insbesondere für Orte, an denen keine skelettalen Überreste vorhanden sind, was die bisherigen Forschungsmethoden erheblich erweitert. Die Erkenntnisse ermöglichen ein tieferes Verständnis der kulturellen Praktiken und der biologischen Präsenz unserer Vorfahren in diesen oft schwer zugänglichen Refugien.
UpdateNeue Analyse von Homo naledi-Zähnen deutet auf rein weibliche Population in südafrikanischer Höhle hin
Eine aktuelle proteomische Analyse von fossilen Zähnen des Urmenschen Homo naledi aus dem Rising Star Höhlensystem in Südafrika liefert überraschende Hinweise darauf, dass die gefundenen Überreste möglicherweise ausschließlich von weiblichen Individuen stammen.
Eine aktuelle proteomische Analyse von fossilen Zähnen des Urmenschen Homo naledi aus dem Rising Star Höhlensystem in Südafrika liefert überraschende Hinweise darauf, dass die gefundenen Überreste möglicherweise ausschließlich von weiblichen Individuen stammen.
Rätsel um Homo naledi-Bestattungspraktiken vertieft
Ein internationales Forschungsteam hat die erste Analyse alter Proteine von Homo naledi durchgeführt, einer ausgestorbenen Menschenart, die im Rising Star Höhlensystem, einem UNESCO-Weltkulturerbe im Cradle of Humankind in Südafrika, entdeckt wurde. Die Studie, die am 24. Juni 2026 veröffentlicht wurde, untersuchte 23 fossile Zähne von mindestens 20 Individuen des Homo naledi.
Fehlende männliche Marker im Zahnschmelz
Die Wissenschaftler suchten nach Amelogenin-Y, einem Protein, das auf dem Y-Chromosom kodiert ist und normalerweise nur bei biologischen Männern vorkommt. Überraschenderweise wurde in keinem der getesteten Zähne Amelogenin-Y nachgewiesen. Dies lässt die Vermutung zu, dass die untersuchte Ansammlung von Fossilien möglicherweise ausschließlich weibliche Individuen repräsentiert. Dieses Ergebnis wirft neue Fragen über die Biologie und das Verhalten des Homo naledi auf. Eine mögliche Erklärung könnte eine geschlechtsspezifische Bestattungspraxis sein, bei der nur weibliche Individuen in der Dinaledi-Kammer des Höhlensystems abgelegt wurden. Eine andere, wenn auch unwahrscheinlichere Möglichkeit, wäre das Fehlen des Gens, das den männlichen Marker produziert, beim Homo naledi.
Die Erholung alter Proteine aus dem Zahnschmelz des Homo naledi eröffnet neue Möglichkeiten für die Untersuchung ausgestorbener menschlicher Verwandter in Kontexten, in denen die DNA-Erhaltung begrenzt ist. Der Homo naledi, dessen Gehirngröße nur geringfügig größer als die eines Schimpansen war, lebte vor etwa 335.000 bis 241.000 Jahren und zeigt eine Kombination aus menschenähnlichen und vormenschlichen Merkmalen.
33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" fokussiert auf Kohlenstoffpfade
Die 33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" findet vom 15. bis 19. Juni 2026 in Postojna, Slowenien, statt und konzentriert sich auf das Thema "Kohlenstoffpfade im Karst".
Die 33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" findet vom 15. bis 19. Juni 2026 in Postojna, Slowenien, statt und konzentriert sich auf das Thema "Kohlenstoffpfade im Karst".
33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" fokussiert auf Kohlenstoffpfade
Die renommierte 33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" wird vom 15. bis 19. Juni 2026 in Postojna, Slowenien, abgehalten. Dieses jährlich stattfindende akademische Ereignis versammelt führende Forscher und Studierende aus der ganzen Welt, um die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Karstforschung zu diskutieren. Das diesjährige Hauptthema lautet "Kohlenstoffpfade im Karst" (Carbon Pathways in Karst).
Forschung an der Schnittstelle von Geologie und Klima
Die Karstologie, die wissenschaftliche Untersuchung von Karstphänomenen, spielt eine entscheidende Rolle für das Verständnis globaler biogeochemischer Kreisläufe. Das Thema "Kohlenstoffpfade im Karst" beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen Wasser, Gestein und organischem Material in Karstlandschaften. Es umfasst die Untersuchung der Kohlenstoffbindung und -freisetzung in Höhlensystemen, die Rolle des Karstes im globalen Kohlenstoffkreislauf und die Auswirkungen des Klimawandels auf Karstgebiete. Die "Klassische Karstregion" in Slowenien ist historisch bedeutsam, da hier die moderne Karstforschung ihren Ursprung hat und der Begriff "Karst" aus der lokalen Bezeichnung dieser Region abgeleitet wurde. Die Konferenz bietet eine Plattform für den Austausch über innovative Messtechniken, hydrologische Modelle und Fallstudien, die zur besseren Verwaltung und zum Schutz dieser einzigartigen und fragilen Ökosysteme beitragen.
UpdateAktuelle Explorationserfolge des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V. im Frühsommer 2026
Der Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) e.V. verzeichnete im Mai und Juni 2026 weitere Fortschritte bei den Grabungs- und Explorationsarbeiten im Kluterthöhlensystem, darunter erfolgreiche Einsätze in der Bismarckhöhle und der Hasenacker Höhle.

Kontinuierliche Erforschung des Kluterthöhlensystems
Der Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) e.V., eine engagierte speleologische Vereinigung, konnte im Frühsommer 2026 mehrere beachtliche Erfolge bei der Erforschung und Dokumentation des weitläufigen Kluterthöhlensystems in Ennepetal vermelden. Diese kontinuierlichen Aktivitäten sind entscheidend für das Verständnis der komplexen geologischen Strukturen dieses Karstgebietes.
Grabungsfortschritte in der Bismarck- und Hasenacker Höhle
Am 3. Mai 2026 meldete der AKKH den erfolgreichen Einsatz einer Spillwinde, die bei Grabungsarbeiten in der Bismarckhöhle eine effizientere Materialförderung zur Westfalenhalle innerhalb des Höhlensystems ermöglichte. Dies stellt einen wichtigen logistischen Fortschritt für die Untertage-Arbeiten dar. Nur wenige Wochen später, am 31. Mai 2026, wurde die potenzielle Verbindung zur Paradieshöhle im Kluterthöhlensystem weiter ausgebaut, was neue Perspektiven für die Systemerweiterung eröffnet.
Auch in der Hasenacker Höhle waren die Mitglieder des AKKH aktiv. Am 24. Mai 2026 erfolgten dort Arbeiten, die in Absprache mit der Stadt Ennepetal stattfanden und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Behörden unterstreichen. Diese Projekte tragen maßgeblich zur Erweiterung des bekannten Höhlenkatasters und zum Schutz der empfindlichen unterirdischen Ökosysteme bei.
