Neues aus dem Verein
★ Neuland im Dolinen-Land!
Der Schlangenmäander wächst: wir brauchen dringend Freiwillige, die beim weiteren Vortrieb, Transport und Bau von Logistik helfen! Auf dem Weg zu einem neuen Zu...
Der Schlangenmäander wächst: wir brauchen dringend Freiwillige, die beim weiteren Vortrieb, Transport und Bau von Logistik helfen! Auf dem Weg zu einem neuen Zu...Von: Tobias V. | fda42@toar.de
★ Monatstreff FdA
Regulärer Monatstreff der Freunde der Aachhöhle im Löwen in Aach. Normalerweise (!) am ersten Freitag im Monat, ab 19 Uhr.
Von: FdA | hoehlenwind@googlemail.com
Regulärer Monatstreff der Freunde der Aachhöhle im Löwen in Aach.
Normalerweise (!) am ersten Freitag im Monat, ab 19 Uhr.
Monatstreff Mai
Wir treffen uns im Löwen in Aach.
Ort: Gasthaus Löwen in Aach
Von: Jörn
Monatstreff Juni
Wir treffen uns im Löwen in Aach.
Ort: Gasthaus Löwen in Aach
Von: Jörn
Monatstreff Juli
Wir treffen uns im Löwen in Aach.
Ort: Gasthaus Löwen in Aach
Von: Jörn
VDHK-Jahrestagung: Höhle-Mensch-Natur
Die VDHK-Jahrestagung findet dieses Jahr in Giengen-Hürben an der Charlottenhöhle statt. Das Motto lautet „Höhle-Mensch-Natur“. Auf dem Programm steht unter and...
Ort: Charlottenhöhle bei Giengen-Hürben
Von: Joachim und Holger
Die VDHK-Jahrestagung findet dieses Jahr in Giengen-Hürben an der Charlottenhöhle statt. Das Motto lautet „Höhle-Mensch-Natur“.
Auf dem Programm steht unter anderem ein Vortrag von Joachim und Holger. Vorträge und Workshops können angemeldet werden.
Klettertag für Aacher Kinder
Seilklettern am Mägdeberg, an geeigneten Bäumen oder in einer Sporthalle (wetterabhängig). Der Termin ist zu Beginn der Sommerferien (BW) im Rahmen des Aacher F...
Von: FdA
Seilklettern am Mägdeberg, an geeigneten Bäumen oder in einer Sporthalle (wetterabhängig).
Der Termin ist zu Beginn der Sommerferien (BW) im Rahmen des Aacher Ferienprogramms geplant.
3. Aacher Höhlentag
Wir laden ein zum dritten Aacher Höhlentag an der Blätterteighöhle.
Ort: Aach, beim Aachtopf / Blätterteighöhle
Von: Georg Fleischmann | georg.fleischmann@ff-35.de
Wir laden ein zum dritten Aacher Höhlentag an der Blätterteighöhle.
Gästeabend ARGE Grabenstetten
Wir sind zu Gast beim Gästeabend der ARGE Grabenstetten in der Falkensteinhalle.
Von: FdA
Wir sind zu Gast beim Gästeabend der ARGE Grabenstetten in der Falkensteinhalle.
Filme vom 2. Höhlentag
Werner Duffner von Regio-Report.eu hat uns einen Link zu seinem neuen Film vom 2. Höhlentag geschickt: Film auf YouTube ansehenHier der Film von Bernd Hugger, d...
Von: Webmaster / FdA
Werner Duffner von Regio-Report.eu hat uns einen Link zu seinem neuen Film vom 2. Höhlentag geschickt:
Hier der Film von Bernd Hugger, den er am 2. Höhlentag 2024 im Keller neben der Höhle gezeigt hat:
Wir bitten, die Rechte der jeweiligen Filmersteller zu beachten. Weitere Informationen gerne beim Seitenverwalter.
Fledermaus-Schutzzeit & Links
🦇 Fledermaus-SchutzzeitDie Fledermaus-Schutzzeit geht jeweils vom 1. Oktober bis 31. März. Wir bitten um unbedingte Beachtung! Weitere Termine & FormulareWeiter...
Von: FdA
🦇 Fledermaus-Schutzzeit
Die Fledermaus-Schutzzeit geht jeweils vom 1. Oktober bis 31. März. Wir bitten um unbedingte Beachtung!
Weitere Termine & Formulare
- Weitere HöFo-Termine gibt es auf der Seite der ARGE Grabenstetten (Karstseminar RT, Speleo-Südwest, ARGE Blaukarst und ARGE Blautopf).
- Aufnahmeantrag, Satzung und Haftungsausschluss für die Befahrung der Donauhöhle sind im internen Bereich verfügbar.
Der neue Vorstand der FdA
Nach der Jahreshauptversammlung am 15.03.2025 ergibt sich nach den Wahlen folgende neue Besetzung des Vorstands der Freunde der Aachhöhle e.V.: 1. Vorsitzender:...
Von: FdA
Nach der Jahreshauptversammlung am 15.03.2025 ergibt sich nach den Wahlen folgende neue Besetzung des Vorstands der Freunde der Aachhöhle e.V.:
- 1. Vorsitzender: Georg Fleischmann
- 2. Vorsitzender: Jörn Brumme
- Kassier: Edwin Klotz
- Schriftführerin: Manuela Ehrich–Biesinger
- Beisitzer: Lothar Dietrich, Linus Köhnlechner, Ewald Lauer †
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Zuletzt aktualisiert:
Vorschau64. Jahrestagung des VdHK in Giengen-Hürben: Höhle-Mensch-Natur
Die Deutsche Speläologische Gesellschaft (VdHK) lädt vom 23. bis 26. Juli 2026 zur Jahrestagung unter dem Motto 'Höhle-Mensch-Natur' in die HöhlenErlebnisWelt Giengen-Hürben ein.
Die Deutsche Speläologische Gesellschaft (VdHK) lädt vom 23. bis 26. Juli 2026 zur Jahrestagung unter dem Motto 'Höhle-Mensch-Natur' in die HöhlenErlebnisWelt Giengen-Hürben ein.
Die 64. Jahrestagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. (VdHK) findet vom 23. bis 26. Juli 2026 in Giengen-Hürben statt. Unter dem Motto „Höhle-Mensch-Natur“ richtet das Team der Charlottenhöhle diese bedeutende Veranstaltung in der HöhlenErlebnisWelt aus.
Forschung, Austausch und kulturelles Erbe
Die Tagung bietet ein umfassendes Programm mit Vorträgen, Workshops und Exkursionen, die sich der Speläologie, dem Höhlenschutz und der Karstforschung widmen. Speläologen und Interessierte sind eingeladen, sich über aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen und an den verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Charlottenhöhle und ihrer Umgebung in der Schwäbischen Alb, einer Region, die für ihre reiche Höhlen- und Karstlandschaft bekannt ist. Darüber hinaus wird ein Online-Tagungsheft die Beiträge der Vorträge und Kurzberichte veröffentlichen, deren Einreichungsfrist der 30. Juni 2026 ist.
Die Veranstaltung betont die enge Verbindung zwischen Höhlen, menschlicher Kultur und der natürlichen Umwelt und bietet auch ein Forum für künstlerische Werke, die während der Tagung im HöhlenSchauLand ausgestellt werden.
Vorschau100 Jahre Ötscher Tropfsteinhöhle: Jubiläumsfeier mit Höhlenführungen und Festakt
Die Ötscher Tropfsteinhöhle feiert am 30. Mai 2026 ihr hundertjähriges Jubiläum mit einem umfangreichen Festprogramm inklusive Höhlenführungen zu historischen Preisen.
Die Ötscher Tropfsteinhöhle feiert am 30. Mai 2026 ihr hundertjähriges Jubiläum mit einem umfangreichen Festprogramm inklusive Höhlenführungen zu historischen Preisen.
100 Jahre Ötscher Tropfsteinhöhle: Jubiläumsfeier mit Höhlenführungen und Festakt
Am Samstag, den 30. Mai 2026, wird die Ötscher Tropfsteinhöhle in Niederösterreich ein bemerkenswertes Jubiläum begehen: Ihr hundertjähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Anlass veranstalten die Naturfreunde Kienberg/Gaming ein großes Fest mit einem Festzelt bei der Schindlhütte. Die Feierlichkeiten laden Höhlenbegeisterte und die Öffentlichkeit ein, die Schönheit und die Geschichte dieser beeindruckenden Karstformation zu würdigen.
Festprogramm und historische Einblicke
Das Programm des Jubiläumstages umfasst ganztägige Höhlenführungen, die den Besuchern die faszinierenden Tropfsteinformationen näherbringen. Ein besonderes Highlight sind die Eintrittspreise, die wie vor 100 Jahren gestaltet werden, um einen historischen Einblick zu ermöglichen. Neben einem Glückshafen mit Sofortpreisen und einer Hüpfburg für Kinder sorgt Livemusik ab 11:00 Uhr für Unterhaltung. Um 15:00 Uhr findet ein feierlicher Festakt im Festzelt statt, bei dem die Geschichte und Bedeutung der Höhle gewürdigt werden. Für das leibliche Wohl ist mit Grillhendl und Spanferkel gesorgt. Das Fest wird bei jeder Witterung stattfinden, sodass einem Besuch nichts im Wege steht.
Die Ötscher Tropfsteinhöhle ist ein bedeutendes Naturdenkmal im Ötscher-Tormäuer Nature Park und ein herausragendes Beispiel für die geologischen Prozesse in einem Karstgebiet. Tropfsteine (Speläotheme) bilden sich durch die Ablagerung von Mineralien aus Wasser, das durch das Kalkgestein der Höhle sickert, und tragen maßgeblich zur ästhetischen und wissenschaftlichen Bedeutung solcher Höhlensysteme bei.
VorschauNABU Fledermauscamp 2026 auf der Schwäbischen Alb
Die Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten e.V. (ARGE Grabenstetten) und der NABU Baden-Württemberg laden Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren vom 22. bis 24. Mai 2026 zum Fledermauscamp auf die Schwäbische Alb ein.
Die Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten e.V. (ARGE Grabenstetten) und der NABU Baden-Württemberg laden Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren vom 22. bis 24. Mai 2026 zum Fledermauscamp auf die Schwäbische Alb ein.
Jugendliche erkunden Karstlandschaft und Fledermausschutz
Die Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten e.V. (ARGE Grabenstetten) und der NABU Baden-Württemberg veranstalten vom 22. bis 24. Mai 2026 das NABU Fledermauscamp 2026. Dieses Camp richtet sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 27 Jahren und bietet eine einzigartige Gelegenheit, die faszinierende Welt der Höhlen und den wichtigen Fledermausschutz auf der Schwäbischen Alb kennenzulernen.
Artenschutz und Speleologie im Fokus
Die Schwäbische Alb ist eine Region von herausragender geologischer und ökologischer Bedeutung, geprägt von einer reichen Karstlandschaft mit zahlreichen Höhlen, die wichtige Lebensräume für Fledermäuse darstellen. Die Teilnehmer des Camps erhalten praktische Einblicke in die Speleologie, die wissenschaftliche Erforschung von Höhlen, sowie in den aktiven Fledermausschutz. Dies umfasst die Untersuchung von Höhlenökosystemen und die Bedeutung dieser fragilen Lebensräume für die bedrohten Fledermauspopulationen. Die Veranstaltung fördert das Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz im unterirdischen Milieu.
Ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsförderung
Solche Initiativen sind entscheidend für die Nachwuchsförderung in der Höhlenforschung und im Naturschutz. Durch die direkte Erfahrung in der Höhle und die Vermittlung von Fachwissen wird das Interesse an speläologischen Aktivitäten und dem Schutz der einzigartigen unterirdischen Ökosysteme geweckt. Die ARGE Grabenstetten, eine aktive Gruppe in der deutschen Höhlenforschung, trägt somit maßgeblich zur Bildung und Sensibilisierung junger Menschen bei.
VorschauDelegiertenversammlung der SGH in Neuchâtel, Schweiz
Die Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH) lädt am 9. und 10. Mai 2026 zur jährlichen Delegiertenversammlung nach Neuchâtel ein, wo der Spéléo-Club du Vignoble Neuchâtelois Diaclase und der Spéléo-Club du Val-de-Travers die Gastgeber sind.
Die Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH) lädt am 9. und 10. Mai 2026 zur jährlichen Delegiertenversammlung nach Neuchâtel ein, wo der Spéléo-Club du Vignoble Neuchâtelois Diaclase und der Spéléo-Club du Val-de-Travers die Gastgeber sind.
Jahreszusammenkunft der Schweizer Speläologen am Neuenburgersee
Die Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung (SGH) kündigt ihre diesjährige Delegiertenversammlung für den 9. und 10. Mai 2026 an. Die Veranstaltung, organisiert vom Spéléo-Club du Vignoble Neuchâtelois Diaclase und dem Spéléo-Club du Val-de-Travers, findet im 'Camp de Vaumarcus' in Neuchâtel statt. Der Veranstaltungsort bietet eine beeindruckende Aussicht auf die Weinberge und den Neuenburgersee und ist leicht erreichbar.
Bedeutung für die Schweizer Speläologie
Die Delegiertenversammlung der SGH ist ein zentrales Ereignis für die Schweizer Höhlenforschung. Sie dient dem Austausch aktueller Forschungsergebnisse, der Koordination zukünftiger Expeditionen und der Verabschiedung wichtiger Beschlüsse zur Förderung der Speläologie und des Höhlenschutzes in der Schweiz. Solche Zusammenkünfte sind entscheidend für die Vernetzung der verschiedenen Höhlenvereine und Arbeitsgruppen und tragen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Karsthydrologie und geologischen Forschung im schweizerischen Juragebirge bei.
VorschauBevorstehende speläologische Veranstaltungen im Mai 2026: Ein Überblick
Der Mai 2026 hält eine Reihe spannender Veranstaltungen für Höhlenforscher und Naturliebhaber bereit, von Monatsversammlungen über Fledermauscamps bis hin zu großen regionalen Treffen in Deutschland und den USA.
Der Mai 2026 hält eine Reihe spannender Veranstaltungen für Höhlenforscher und Naturliebhaber bereit, von Monatsversammlungen über Fledermauscamps bis hin zu großen regionalen Treffen in Deutschland und den USA.
Speläologie-Kalender im Mai 2026: Treffen, Camps und regionale Großveranstaltungen
Der Monat Mai 2026 bietet der speläologischen Gemeinschaft zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch, zur Weiterbildung und zur gemeinsamen Höhlenbefahrung. Verschiedene Vereine und Verbände haben interessante Veranstaltungen geplant, die sowohl der wissenschaftlichen Höhlenforschung als auch der Nachwuchsförderung dienen.
Deutschland: ARGE Grabenstetten und NABU Baden-Württemberg mit Nachwuchsförderung
Die **Arbeitsgemeinschaft Höhle & Karst Grabenstetten e.V. (ARGE Grabenstetten)** lädt am **Samstag, den 9. Mai 2026**, zu ihrer monatlichen Mitgliederversammlung ein. Solche Treffen sind essenziell für die Koordination laufender Forschungsprojekte und den internen Austausch über neue Erkenntnisse in den Karstsystemen der Schwäbischen Alb.
Ein weiteres Highlight in Deutschland ist das **NABU Fledermauscamp 2026**, welches vom **22. bis 24. Mai 2026** ebenfalls auf der Schwäbischen Alb stattfindet. Organisiert von Robert Pfeifle, Anja Noll und dem NABU Baden-Württemberg, richtet sich dieses Camp an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren. Es bietet eine hervorragende Möglichkeit, Fledermausschutz und Höhlenforschung miteinander zu verbinden und den Nachwuchs für die Biospeläologie zu begeistern.
Die **Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V. (FHKF)** veranstaltet am **Donnerstag, den 14. Mai 2026**, ihre **Forschungstage** in der Düsselbacher Hütte. Diese Tage dienen dem intensiven Austausch und der Planung von Forschungsprojekten in den fränkischen Karstgebieten.
Zudem findet am **Mittwoch, den 13. Mai 2026**, ein **Vereinsabend des Landesvereins für Höhlenkunde in Oberösterreich** statt, der Gelegenheiten zum Fachgespräch und zur Planung gemeinsamer Aktivitäten bietet.
USA: SERA Cave Carnival und Spring VAR locken Höhlenforscher
In den Vereinigten Staaten steht der **SERA Cave Carnival 2026** an, der vom **7. bis 10. Mai 2026** vom Birmingham Grotto in Camp Maranatha, Scottsboro, Alabama, ausgerichtet wird. Dieses viertägige Event verspricht Kameradschaft, Höhlentouren und diverse Aktivitäten und ist ein wichtiger Treffpunkt für Höhlenforscher aus der Region.
Des Weiteren veranstaltet die Virginia Region der NSS (National Speleological Society) vom **Freitag, den 8. Mai, bis Sonntag, den 10. Mai 2026**, das **Spring VAR 2026** in den Endless Caverns, New Market, Virginia. Die Veranstaltung beinhaltet geführte Höhlenfahrten, Discount-Touren durch die Schauhöhle und weitere Outdoor-Aktivitäten.
Diese vielfältigen Veranstaltungen im Mai 2026 unterstreichen die Dynamik der internationalen speläologischen Gemeinschaft und fördern sowohl die aktive Höhlenforschung als auch den Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme.
Spektakuläre Höhlenfunde im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark
Eine britisch-vietnamesische Expedition hat im zentralvietnamesischen Phong Nha-Ke Bang Nationalpark 26 neue Höhlen entdeckt, die das bereits beeindruckende Karstsystem erweitern.
Eine britisch-vietnamesische Expedition hat im zentralvietnamesischen Phong Nha-Ke Bang Nationalpark 26 neue Höhlen entdeckt, die das bereits beeindruckende Karstsystem erweitern.
Erhebliche Erweiterung des 'Königreichs der Höhlen'
Im zentralvietnamesischen Phong Nha-Ke Bang Nationalpark, einem UNESCO-Weltnaturerbe und bekannten Hotspot der Speleologie, wurde am 24. April 2026 die Entdeckung von 26 neuen Höhlen bekannt gegeben. Diese jüngsten Funde sind das Ergebnis einer umfassenden Vermessungsexpedition, die vom 21. März bis zum 11. April von einem zehnköpfigen Team britischer Höhlenexperten in Zusammenarbeit mit lokalen Führern und Anwohnern durchgeführt wurde. Das Team erkundete insgesamt 29 Höhlen, darunter 26 gänzlich neue und Erweiterungen von drei bereits bekannten Systemen, mit einer Gesamtlänge von 13.643 Metern.
Bedeutung für Wissenschaft und Tourismus
Die Entdeckungen bestätigen den außergewöhnlichen Wert des Höhlensystems des Parks und liefern wichtige Daten für die geologische und geomorphologische Forschung sowie für die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus. Der Phong Nha-Ke Bang Nationalpark ist für sein komplexes Karst-Gelände bekannt, eine Landschaftsform, die durch die Lösungsfähigkeit von Gestein wie Kalkstein durch Wasser entsteht und zur Bildung von Höhlen, Dolinen und unterirdischen Flüssen führt. Die neu entdeckten Höhlen umfassen sowohl tiefe vertikale Schächte als auch ausgedehnte horizontale Netzwerke, was die außergewöhnliche universelle Bedeutung des Gebiets unterstreicht, die von der UNESCO in Bezug auf Geologie, Geomorphologie und Biodiversität anerkannt wurde.
Herausragende Neuentdeckungen
Zu den bemerkenswertesten Neuentdeckungen zählen die Thiên Cung Höhle mit 4.206 Metern, die längste der während der Untersuchung identifizierten Höhlen, die Nước Lặn Höhle (2.721 Meter), die Má Dơm Höhle (1.257 Meter) und die Chả Nghéo Höhle (583 Meter). Insbesondere die Chả Nghéo Höhle, die sich in einer streng geschützten Zone befindet, wurde als tiefer vertikaler Schacht mit einem Wasserfall und einem unterirdischen Flusssystem identifiziert. Im Sinh Tồn Tal wird die Entdeckung des Eingangs zur Thiên Cung Höhle als besonders bedeutsam erachtet, da sie einen alten Fließweg des Hang Tối Flusses darstellen und hydrologische Verbindungen zum Chày Fluss aufweisen könnte.
Zukunftsperspektiven
Die Parkverwaltung betonte, dass die Ergebnisse einen wichtigen Schritt in der Forschung, Erhaltung und Förderung des Naturerbes darstellen und neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Tourismusentwicklung eröffnen. Der Phong Nha-Ke Bang Nationalpark, oft als „Königreich der Höhlen“ bezeichnet, beherbergt über 425 bekannte Höhlen, von denen etwa 50 für den Tourismus zugänglich sind. Die berühmteste ist die Sơn Đoòng Höhle, die als größte Höhle der Welt gilt und ein eigenes unterirdisches Flusssystem und Klima besitzt.
Archäologische Enthüllungen: Ein mittelalterliches Höhlendorf in Las Gobas, Nordspanien
Neue archäogenetische und osteologische Forschungen am Höhlensystem von Las Gobas in Nordspanien lüften Geheimnisse einer isolierten mittelalterlichen Gemeinschaft, die von Blutsverwandtschaft, Krankheiten und internen Konflikten geprägt war.
Neue archäogenetische und osteologische Forschungen am Höhlensystem von Las Gobas in Nordspanien lüften Geheimnisse einer isolierten mittelalterlichen Gemeinschaft, die von Blutsverwandtschaft, Krankheiten und internen Konflikten geprägt war.
Leben im Fels: Einblick in eine abgeschiedene mittelalterliche Gemeinschaft
Archäologen haben im Höhlensystem von Las Gobas in einer bergigen Region Nordspaniens eine mittelalterliche Gemeinschaft aus dem 7. Jahrhundert freigelegt, die über Jahrhunderte weitgehend isoliert lebte. Genetische Analysen, osteologische Funde (Knochenfunde) und die einzigartige Felsarchitektur des Höhlendorfs zeichnen ein detailliertes Bild eines Lebens zwischen familiärer Enge, religiösem Alltag, Seuchen wie den Pocken und überraschend vielen inneren Spannungen.
Struktur und soziale Dynamik des Höhlendorfs
Las Gobas liegt eingebettet in schroffe Felsformationen, in die Menschen im frühen Mittelalter funktionale Höhlenräume trieben. Rund ein Dutzend dieser künstlichen Grotten wurden identifiziert, die ein kleines, klar strukturiertes Ensemble bilden. Dazu gehören Wohnbereiche mit Feuerstellen und Lagerflächen, größere Kavernen, die vermutlich als Versammlungs- oder Kulträume dienten, sowie Nischen für Vorräte und Werkzeuge. Ein eigener Friedhof im Fels mit Gräbern und Knochen weist auf eine dauerhafte Besiedlung hin.
Die Kombination aus Felsarchitektur, Bestattungspraktiken und archäogenetischen Daten (genetische Analysen) offenbart eine über Generationen stabile, aber kleine Gemeinschaft, die fast vollständig im eigenen Kreis blieb. Diese räumliche Begrenzung spiegelte sich in ihren Genen wider. Die Forschungen zeigen auch Spuren von Gewalt, darunter Brüche, Löcher und Schnittspuren an mehreren Schädeln, die auf Hiebe mit Klingenwaffen hindeuten.
Bedeutung für die historische Speläologie
Diese Erkenntnisse liefern wertvolle Beiträge zur historischen Speläologie und zur Erforschung früher mittelalterlicher Siedlungsformen. Sie ermöglichen ein tieferes Verständnis der sozialen Strukturen, Gesundheitsbedingungen und Konflikte in abgeschiedenen Gemeinschaften, die den Karstraum als Lebensgrundlage nutzten.
Neandertaler-DNA aus der Stajnia-Höhle beleuchtet prähistorische Migrationen
Forschungsergebnisse aus der Stajnia-Höhle in Polen zeigen durch die Analyse von mitochondrialer DNA neue Verbindungen zwischen Neandertaler-Populationen in Mittel- und Osteuropa sowie anderen europäischen Regionen auf.
Forschungsergebnisse aus der Stajnia-Höhle in Polen zeigen durch die Analyse von mitochondrialer DNA neue Verbindungen zwischen Neandertaler-Populationen in Mittel- und Osteuropa sowie anderen europäischen Regionen auf.
Neandertaler-DNA aus der Stajnia-Höhle beleuchtet prähistorische Migrationen
Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Andrea Picin von der Universität Bologna hat mitochondriale DNA aus acht Neandertaler-Zähnen extrahiert, die in der Stajnia-Höhle in Polen gefunden wurden. Diese sensationellen Ergebnisse, die am 23. April 2026 veröffentlicht wurden, ermöglichen zum ersten Mal einen Einblick in eine kleine Gruppe von mindestens sieben Neandertalern, die vor etwa 100.000 Jahren in Mittel-Osteuropa lebten.
Genetische Verbindungen über Europa hinweg
Die Analyse der mitochondrialen DNA, die ausschließlich über die mütterliche Linie vererbt wird, offenbarte eine bemerkenswerte genetische Verzweigung. Diese DNA-Linie wurde zuvor auch bei Neandertalern auf der Iberischen Halbinsel, in Südostfrankreich und im nördlichen Kaukasus nachgewiesen. Meteja Hajdinjak vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie fügte hinzu, dass zwei juvenile Zähne und ein Zahn eines Erwachsenen wahrscheinlich zu eng miteinander verwandten Individuen gehörten. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Abstammungslinie der Neandertaler einst weit über Europa verbreitet war, bevor sie später durch eine andere Gruppe ersetzt wurde.
Die Speläogenetik, ein Teilbereich der Archäogenetik, nutzt genetisches Material aus Höhlenfunden, um prähistorische Populationen und deren Wanderungsbewegungen zu rekonstruieren. Diese Studie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie solche Untersuchungen unser Verständnis der menschlichen Frühgeschichte revolutionieren können.
Mitochondriale DNA (mtDNA): Genetisches Material, das sich in den Mitochondrien der Zellen befindet und im Gegensatz zur nuklearen DNA (Kern-DNA) ausschließlich von der Mutter an die Nachkommen vererbt wird. Sie eignet sich daher besonders gut für die Erforschung mütterlicher Abstammungslinien und populationsgenetischer Fragen.
Neandertaler: Eine ausgestorbene Menschenart (Homo neanderthalensis), die über einen Zeitraum von etwa 400.000 bis 40.000 Jahren in Europa und Teilen Asiens lebte.
Neuartige Lidar-Kartierungen offenbaren verborgene Karstsysteme unter dem Grand Canyon
Wissenschaftler haben mittels Lidar-Technologie über 10 Kilometer zuvor undokumentierter Höhlen unter dem Grand Canyon kartiert, die ein schnell fließendes Karstwassersystem offenbaren und wichtige Implikationen für den Wasserschutz haben.
Wissenschaftler haben mittels Lidar-Technologie über 10 Kilometer zuvor undokumentierter Höhlen unter dem Grand Canyon kartiert, die ein schnell fließendes Karstwassersystem offenbaren und wichtige Implikationen für den Wasserschutz haben.
Neue Einblicke in hydrologische Dynamiken des Grand Canyon
Ein interdisziplinäres Team, vornehmlich von der Northern Arizona University, hat durch den Einsatz modernster Lidar-Technologie über 10 Kilometer komplexer Höhlensysteme tief unter der Oberfläche des Grand Canyon Nationalparks detailliert kartiert. Diese Arbeit, die 45 Tage in Anspruch nahm und die Navigation durch enge Passagen und geflutete Abschnitte umfasste, hat dreidimensionale Modelle von Bereichen erstellt, die zuvor noch nie vollständig dokumentiert wurden. Professor Temuulen „Teki“ Sankey äußerte sich überrascht über die Ausdehnung dieser Höhlen und betonte die Einzigartigkeit der hochauflösenden 3D-Karten in der Fernerkundung.
Karsthydrologie und Umweltrelevanz
Die Forschenden entdeckten ein ausgedehntes Karstsystem, dessen Struktur oft mit „Schweizer Käse“ verglichen wird, aufgrund der zahlreichen Löcher und Kanäle im Gestein. Dieses System ermöglicht eine wesentlich schnellere Wasserbewegung als bisher angenommen. Dye-Tracing-Studien, durchgeführt von Abe Springer, zeigten, dass Wasser fast 20 Kilometer in etwa einer Woche zurücklegen kann. Diese hohe Fließgeschwindigkeit birgt erhebliche Risiken für die Wassersysteme des Canyons, insbesondere im Hinblick auf mögliche Kontaminationen. Eine schnelle Ausbreitung von Schadstoffen wie E. coli könnte die natürlichen Filterprozesse umgehen und rasch Wasserquellen erreichen, was im schlimmsten Fall die Einstellung der Wasserversorgung zur Folge hätte.
Im Zentrum dieser hydrologischen Betrachtung steht Roaring Springs, eine bedeutende Wasserquelle am North Rim des Grand Canyon, die Millionen von Menschen sowie zahlreiche Pflanzen und Tiere versorgt. Die im Fachjournal Scientific Reports veröffentlichten Erkenntnisse unterstreichen die kritische Abhängigkeit des Ökosystems von dieser einen Quelle und die damit verbundenen Umweltrisiken. Das Verständnis der unterirdischen Wasserwege ist von entscheidender Bedeutung für die Infrastruktur, die Fauna und Flora sowie die Ökosysteme, die auf diese „Oasen“ angewiesen sind, wie Blase LaSala, einer der beteiligten Forscher, bemerkte.
Neuer Tiefenrekord in Japans längster Unterwasser-Kalksteinhöhle erreicht
Höhlentaucher haben in der Inazumi-Höhle in Japan einen neuen Tiefenrekord von 97,4 Metern in der längsten Unterwasser-Kalksteinhöhle des Landes aufgestellt.
Höhlentaucher haben in der Inazumi-Höhle in Japan einen neuen Tiefenrekord von 97,4 Metern in der längsten Unterwasser-Kalksteinhöhle des Landes aufgestellt.
Rekordtiefe in Japans Inazumi-Höhle
In der Inazumi-Höhle in der Präfektur Oita, Japan, haben Höhlentaucher einen bemerkenswerten neuen Tiefenrekord von 97,4 Metern in der längsten Unterwasser-Kalksteinhöhle des Landes erreicht. Der fast dreistündige Tauchgang führte die Forscher durch starke Strömungen und enge Passagen, die am tiefsten Punkt eine atemberaubende Landschaft mit uralten, von der Oberfläche unsichtbaren Tropfsteinen offenbarten.
Zukünftige Erkundungen und geologische Bedeutung
Yoshisuke Aomatsu, der 51-jährige Leiter der Inazumi-Höhle, hob die Einzigartigkeit des Ortes hervor und äußerte die Hoffnung, dass die Menschen den Zauber der Höhle als Japans längste und tiefste Höhle erleben werden. Zukünftige Expeditionen sind geplant, um weitere Details zu erforschen und die geologischen Besonderheiten der Höhle, deren Strukturen aus dem Paläozoikum (Erdaltertum) stammen, detailliert zu erfassen. Die Ergebnisse der Tauchgänge werden in Zusammenarbeit mit der Japanischen Gesellschaft für Höhlenforschung ausgewertet. Eine Kalksteinhöhle ist eine Höhle, die sich in Kalkstein gebildet hat, einem Sedimentgestein, das hauptsächlich aus Kalziumkarbonat besteht und durch die Einwirkung von Wasser gelöst wird. Tropfsteine sind sekundäre Mineralablagerungen, die in Höhlen durch das langsame Ausfällen von Mineralien aus Wasser entstehen (z.B. Stalaktiten, Stalagmiten). Das Paläozoikum ist ein Erdzeitalter, das etwa vor 541 bis 252 Millionen Jahren stattfand und für die Entwicklung vielfältiger Lebensformen bekannt ist.
Uralte menschliche Spuren in saudi-arabischen Lavaröhren entdeckt
In den Lavaröhren von Umm Jirsan, Saudi-Arabien, haben Forscher wiederholte menschliche Besiedlungsspuren entdeckt, die vom Neolithikum bis zur Bronzezeit zurückreichen.
In den Lavaröhren von Umm Jirsan, Saudi-Arabien, haben Forscher wiederholte menschliche Besiedlungsspuren entdeckt, die vom Neolithikum bis zur Bronzezeit zurückreichen.
Ein Fenster in die Vergangenheit Arabiens
Unter der Oberfläche der saudi-arabischen Wüste haben Forscher ein ausgedehntes System von Lavaröhren, genauer gesagt die Umm Jirsan Höhle, untersucht, die überraschende Einblicke in die prähistorische menschliche Besiedlung der Region bieten. Eine Studie unter der Leitung des Australian Research Centre for Human Evolution (ARCHE) der Griffith University, deren Ergebnisse am 12. April 2026 veröffentlicht wurden, belegt eine wiederholte menschliche Nutzung dieser unterirdischen Schutzräume vom Neolithikum bis zur Bronzezeit.
Lavaröhren als archäologische Zeitkapseln
Arabien war lange Zeit aufgrund seines trockenen Klimas und der damit verbundenen schlechten Erhaltung archäologischer Überreste als schwierig für die Forschung bekannt. Wind, Hitze und Erosion löschten oft fragile Spuren menschlicher Aktivitäten aus. Die neuen Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass unterirdische Umgebungen wie Höhlen und Lavaröhren als natürliche Schutzräume für die Geschichte fungieren und das bewahren, was sonst verloren gegangen wäre. Diese Archäologie-Projekte konzentrieren sich auf diese lange übersehenen Räume und helfen, die Bewegung und Anpassung antiker Gemeinschaften an wechselnde Bedingungen sowie ihre weitreichenden Verbindungen zu rekonstruieren.
7.000 Jahre Viehhalter-Zuflucht
Die Forscher fanden heraus, dass Umm Jirsan, eine ausgedehnte Lavaröhre etwa 125 Kilometer nördlich von Medina, über einen Zeitraum von etwa 7.000 Jahren als Zufluchtsort für Viehhalter diente. Es gibt klare Beweise dafür, dass Menschen immer wieder an diesen Ort zurückkehrten. Dies deutet darauf hin, dass diese Höhlen wichtige Stationen entlang alter Hirtenrouten waren und den Menschen und ihren Tieren Schutz und möglicherweise Wasser in einer sonst unwirtlichen Umgebung boten.
Florida Cave Cavort 2026
Die Huntsville Grotto veranstaltete vom 26. bis 29. März 2026 das jährliche Florida Cave Cavort in Williston, Florida, mit geführten Touren und gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Die Huntsville Grotto veranstaltete vom 26. bis 29. März 2026 das jährliche Florida Cave Cavort in Williston, Florida, mit geführten Touren und gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Million Jahre alte Fossilien aus einer Höhle in Neuseeland enthüllen ein verlorenes Ökosystem
Wissenschaftler entdeckten in einer neuseeländischen Höhle Fossilien von 16 Spezies, darunter einen unbekannten Vorfahren des Kākāpō, der möglicherweise flugfähig war.
Wissenschaftler entdeckten in einer neuseeländischen Höhle Fossilien von 16 Spezies, darunter einen unbekannten Vorfahren des Kākāpō, der möglicherweise flugfähig war.
Sensationsfund prähistorischer Eistier-Fossilien in Unterwasserhöhle in Zentraltexas
Ein Paläontologe der University of Texas at Austin entdeckte in einer wassergefüllten Höhle die versteinerten Überreste von Eiszeit-Tieren, die bisher in Zentraltexas nicht nachgewiesen wurden.
Ein Paläontologe der University of Texas at Austin entdeckte in einer wassergefüllten Höhle die versteinerten Überreste von Eiszeit-Tieren, die bisher in Zentraltexas nicht nachgewiesen wurden.
Sensationsfund prähistorischer Eistier-Fossilien in Unterwasserhöhle in Zentraltexas
Einblicke in ein unbelebtes prähistorisches Ökosystem
Der Paläontologe John Moretti von der University of Texas at Austin hat in einer wassergefüllten Höhle in Comal County, Zentraltexas, einen außergewöhnlichen Fund gemacht. Bei der ersten paläontologischen Untersuchung einer texanischen Wasserhöhle entdeckte Moretti die fossilisierten Überreste von Eiszeit-Tieren, die zuvor in dieser Region unbekannt waren. Zu den Funden gehören Fragmente einer Riesenschildkröte und eines Pampatheriums, eines prähistorischen Verwandten des Gürteltiers, das die Größe eines Löwen erreichen konnte.
Die Höhle, bekannt als Bender's Cave, befindet sich auf Privatbesitz. Moretti beschreibt die Fundstelle als überaus reichhaltig: „Überall waren Fossilien, einfach überall, auf eine Weise, die ich in keiner anderen Höhle gesehen habe. Es lagen einfach Knochen auf dem ganzen Boden.“ Neben den Hauptfunden wurden auch Knochen von Säbelzahnkatzen, Kamelen, Mastodonten und Riesenfaultieren entdeckt. Die polierten, abgerundeten Fossilien weisen einen ähnlichen Grad an rostbrauner Mineralisierung auf, was darauf hindeutet, dass sie etwa zur gleichen Zeit in die Höhle gespült wurden.
Bedeutung für die Speleologie und Paläontologie
Die Forschungsergebnisse, die im März 2026 in der Fachzeitschrift "Quaternary Research" veröffentlicht wurden, legen nahe, dass die Fossilien aus der letzten Interglazialperiode stammen könnten, einer Warmzeit vor etwa 100.000 Jahren während der letzten Eiszeit. Trotz umfangreicher paläontologischer Forschung in Zentraltexas seit fast einem Jahrhundert wurden Fossilien aus dieser Periode zuvor nicht in der Region gefunden. Die Entdeckung bietet somit eine seltene Gelegenheit, ein prähistorisches Umfeld zu erforschen, das bisher wenig dokumentiert ist und das Verständnis der damaligen Ökosysteme grundlegend verändern könnte. Wasserhöhlen sind dabei wichtige Kanäle für unterirdische Ströme und spielen eine entscheidende Rolle im Grundwasserhaushalt der Region.
Stalagmiten enthüllen einstige grüne Sahara
Eine neue Studie belegt anhand von Stalagmiten in marokkanischen Höhlen, dass die heutige Sahara vor Jahrtausenden eine üppige, von Regen bewässerte Landschaft war.
Eine neue Studie belegt anhand von Stalagmiten in marokkanischen Höhlen, dass die heutige Sahara vor Jahrtausenden eine üppige, von Regen bewässerte Landschaft war.
Klimageschichte neu geschrieben: Sahara einst grüne Oase
Eine bahnbrechende Studie, die am 24. März 2026 in der Fachzeitschrift 'Earth and Planetary Science Letters' veröffentlicht wurde, liefert unwiderlegbare Beweise dafür, dass die Sahara, die heute größte Heißwüste der Erde, vor Tausenden von Jahren eine grüne und fruchtbare Landschaft war. Forscher gewannen kleine Fragmente von Stalagmiten aus Höhlen südlich des Atlasgebirges in Marokko und analysierten Uran- und Thoriumisotope, um die Zeiträume des Niederschlags zu bestimmen.
Stalagmiten als Klimazeugen und die Rolle der 'tropischen Wolkenfahnen'
Stalagmiten sind säulenförmige Sinterformationen, die vom Boden einer Höhle nach oben wachsen, wenn kalkhaltiges Wasser von der Höhlendecke tropft. Ihr Wachstum bewahrt ein chemisches Protokoll der prähistorischen Klimabedingungen. Die Ergebnisse zeigten ein kontinuierliches Wachstum der Formationen zwischen etwa 8.700 und 4.300 Jahren vor unserer Zeit, was auf eine lange Periode intensiver und regelmäßiger Niederschläge hindeutet. Die Analyse der chemischen Signaturen des Regens enthüllte, dass 'tropische Wolkenfahnen' (enorme Wolkensysteme, die Feuchtigkeit aus den Tropen transportieren) für die Bewässerung der Sahara verantwortlich waren.
Diese Erkenntnisse revolutionieren unser Verständnis der Paläoklimaentwicklung und der Karsthydrologie der Region. Die grüne Sahara hatte auch weitreichende Auswirkungen auf die neolithischen Populationen, die in der Region lebten. Der Zugang zu Wasser und frischer Vegetation ermöglichte eine dramatische Zunahme neolithischer Siedlungen und die Viehzucht in Gebieten, die heute völlig arid sind.
VdHK veröffentlicht Mitteilungen 1/2026: Fokus auf Höhlenverbindung und Artenschutz
Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) informiert in seinen jüngsten Mitteilungen über den Erfolg eines langjährigen Projekts zur Verbindung der Klutert- und Bismarckhöhle sowie über das Verschwinden der Eiskapelle im Nationalpark Berchtesgaden.
Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) informiert in seinen jüngsten Mitteilungen über den Erfolg eines langjährigen Projekts zur Verbindung der Klutert- und Bismarckhöhle sowie über das Verschwinden der Eiskapelle im Nationalpark Berchtesgaden.
Aktuelles aus der deutschen Speläologie: Erfolge und Verluste
Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) hat am 6. März 2026 seine ersten Mitteilungen für das Jahr 2026 veröffentlicht. Ein zentrales Thema ist der erfolgreiche Abschluss eines langjährigen Projekts: die Verbindung der Klutert- und Bismarckhöhle. Dieser Erfolg ist das Ergebnis intensiver Arbeit und Koordination innerhalb der deutschen Höhlenforschergemeinschaft.
Kampf um Höhlenschutz: Das Schicksal der Eiskapelle
Eine weitere wichtige Meldung des VdHK vom 3. März 2026 betrifft den Verlust der Eiskapelle im Nationalpark Berchtesgaden. Der Verband plant, in diesem Jahr auf das Verschwinden dieser einzigartigen Eishöhle aufmerksam zu machen, um das Bewusstsein für den Schutz sensibler unterirdischer Ökosysteme und die Auswirkungen des Klimawandels auf alpine Karst-Phänomene zu schärfen. Eishöhlen sind besonders anfällig für Temperaturveränderungen, und ihr Verlust stellt einen unwiederbringlichen Verlust für die Biospeläologie dar, die sich mit der Erforschung des Lebens in Höhlen befasst.
Umfassendes Höhlensystem im Tennengebirge entdeckt: Ein Fenster in die prähistorische Besiedlung der Alpen
Ein kürzlich entdecktes weitläufiges Höhlennetzwerk unterhalb des Tennengebirges in den österreichischen Alpen birgt nicht nur beeindruckende geologische Formationen, sondern auch wertvolle paläolithische Artefakte.
Ein kürzlich entdecktes weitläufiges Höhlennetzwerk unterhalb des Tennengebirges in den österreichischen Alpen birgt nicht nur beeindruckende geologische Formationen, sondern auch wertvolle paläolithische Artefakte.
Umfassendes Höhlensystem im Tennengebirge entdeckt: Ein Fenster in die prähistorische Besiedlung der Alpen
Anfang 2026 stießen Höhlenforscher auf ein riesiges, verborgenes Höhlennetzwerk unterhalb des Tennengebirges in den österreichischen Alpen. Dieses bemerkenswerte unterirdische Labyrinth offenbart nicht nur atemberaubende Sinterformationen und faszinierende Eisstrukturen, sondern auch wertvolle Artefakte aus dem oberen Paläolithikum. Diese Funde bieten entscheidende Einblicke in das Überleben früher Menschen in rauen Umgebungen.
Geologie und Paläoklima als Zeugen der Geschichte
Die Forschung in diesen Höhlen wird dazu beitragen, vergangene Klimazonen und die Anpassungsfähigkeit des Menschen besser zu verstehen. Die Kalksteinformationen im Inneren der Höhlen entstanden über Millionen von Jahren, wobei Stalaktiten und Stalagmiten Informationen über Gesteinsschichten, Landbewegungen und Klimaveränderungen speichern. Eisformationen bieten zusätzliche Einblicke in saisonale und langfristige Temperatur- und Gletscherbewegungen. Die modernen Erkundungswerkzeuge waren entscheidend für die Entdeckung dieser verborgenen Passagen.
Paläolithische Werkzeuge als Beweis menschlicher Ingenieurskunst
Besonders bemerkenswert ist die Entdeckung von Artefakten aus dem oberen Paläolithikum, wie zum Beispiel Steinwerkzeugen. Diese Funde geben Wissenschaftlern ein seltenes Fenster in das Leben und Überleben früher Menschen in extremen Gebirgsumgebungen. Sie beleuchten die Anpassungs- und Überlebensstrategien unter extremen Bedingungen vor Tausenden von Jahren. Die Entdeckung zeigt, dass die Alpen weit mehr als nur schöne Berge sind und unter Schnee und Felsen eine verborgene Welt liegt, die die Geschichte der Erde und der Menschen bewahrt.
Aktuelle Entwicklungen in der deutschen Speläologie: Von Systemverbindungen bis zum Verlust der Eiskapelle
Die deutsche Höhlenforschung verzeichnet sowohl Fortschritte bei der Erschließung von Höhlensystemen in Nordrhein-Westfalen als auch die mahnende Erinnerung an den unwiederbringlichen Verlust natürlicher Höhlenformationen in Bayern.
Die deutsche Höhlenforschung verzeichnet sowohl Fortschritte bei der Erschließung von Höhlensystemen in Nordrhein-Westfalen als auch die mahnende Erinnerung an den unwiederbringlichen Verlust natürlicher Höhlenformationen in Bayern.
Aktuelle Entwicklungen in der deutschen Speläologie
Die deutsche Speläologie, die Wissenschaft von der Erforschung der Höhlen, war in den letzten Monaten von verschiedenen Aktivitäten und Diskussionspunkten geprägt. Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) sowie lokale Arbeitsgruppen berichteten über wichtige Fortschritte und Herausforderungen.
Fortschritte im Kluterthöhlensystem
Im Kluterthöhlensystem bei Ennepetal (Nordrhein-Westfalen) schreiten die Bemühungen zur Verbindung bekannter Höhlenabschnitte voran. Ein langer Kampf um die Verbindung zwischen der Klutert- und Bismarckhöhle wurde in den Mitteilungen des VdHK 1/2026 thematisiert. Der Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) meldete im April 2026 zudem intensive Vorbereitungen für den Anschluss der Paradieshöhle an das Hauptsystem und den Einsatz von Hightech bei der Erkundung der Bismarckhöhle. Die Paradieshöhle erreichte mit über 1000 Metern Länge einen neuen Meilenstein in ihrer Erforschung.
Der Verlust der Eiskapelle als Mahnung
Ein ernstes Thema stellte die Pressemeldung des VdHK vom 3. März 2026 dar, die auf den Verlust der Eiskapelle im Nationalpark Berchtesgaden (Bayern) aufmerksam machte. Die Eiskapelle, eine einst imposante Eishöhle am Fuße des Watzmann, ist aufgrund des Klimawandels und natürlicher Prozesse stark geschwunden. Dieser Fall dient als eindringliche Erinnerung an die Fragilität alpiner Karst- und Eishöhlenphänomene und die Notwendigkeit ihres Schutzes.
Speläologie: Die wissenschaftliche Erforschung von Höhlen und Karsterscheinungen, einschließlich ihrer Geologie, Hydrologie, Biologie und Archäologie.
Höhlensystem: Eine komplexe Anordnung von Höhlen, Gängen und Schächten, die unterirdisch miteinander verbunden sind oder dies in der Vergangenheit waren.
Sistema Cheve Expedition 2026: Die Suche nach der tiefsten Höhle der Welt in Mexiko
Eine internationale Speläologengruppe führt derzeit eine mehrmonatige Expedition im Sistema Cheve in Südmexiko durch, um die tiefste Höhle der Erde zu erkunden.
Eine internationale Speläologengruppe führt derzeit eine mehrmonatige Expedition im Sistema Cheve in Südmexiko durch, um die tiefste Höhle der Erde zu erkunden.
Speläologische Großexpedition im Sistema Cheve
Seit Februar 2026 läuft eine der ambitioniertesten Höhlenexpeditionen der modernen Geschichte im Sistema Cheve in den Bergen von Oaxaca, Südmexiko. Unter der Leitung des erfahrenen Entdeckers Dr. Bill Stone und der leitenden Höhlentaucherin Dr. Gilly Elor hat sich das Team, viele davon bekannt aus dem National Geographic Film „The Deepest Cave“, zum Ziel gesetzt, die tiefste Höhle der Erde zu lokalisieren und zu kartieren. Die auf drei Monate angelegte Expedition wird bis Ende April 2026 vor Ort sein, wobei die Hauptarbeit in den tiefsten, bisher unerforschten Abschnitten der Höhle stattfindet.
Herausforderungen und Methodik der Tiefenexploration
Die Speläologie auf diesem Niveau erfordert sowohl außergewöhnliche athletische Ausdauer als auch höchste wissenschaftliche Präzision. Kontinuierliche unterirdische Aufenthalte von 20 bis 30 Tagen sind im Sistema Cheve üblich, wobei für diese Expedition noch längere Phasen erwartet werden. Die Exploration am Grund des Sistema Cheve gleicht einem komplexen Belagerungsangriff, bei dem eine Kette von Personal ununterbrochen 20 kg schwere Säcke mit Nahrung, Camping-, Kletter- und Tauchausrüstung durch ein vertikales Labyrinth aus tiefen Schächten bewegt. Ein zentrales Element der diesjährigen Erkundung ist das Vordringen jenseits des Cheve East Sump, eines vollständig mit Wasser gefüllten Tunnels. Das Tauchteam wird von Camp 7, der Hauptbasis, aus operieren, um unbekanntes Terrain zu erschließen und hoffentlich eine Fortsetzung der Höhle sowie eine trockene Umgehung des Sumps zu finden.
Geologische Besonderheiten und das ultimative Ziel
Das Sistema Cheve ist außergewöhnlich, da seine Entstehung durch Wasser angetrieben wurde, das sich in einem fünf Kilometer großen Senkloch sammelt. Starke Stürme können die unteren Tunnel der Höhle überfluten, manchmal mit einem Wasserstand von über 25 Metern. Das „goldene Ziel“ der Expedition ist es, die Verbindung der Höhle vom Grund der Cueva Cheve – der riesigen Kammer namens Harmony Hall – zur Cueva de la Mano zu finden. Ein solcher Erfolg würde Cheve nicht nur zur tiefsten Höhle des Planeten, sondern möglicherweise für alle Zeiten zur tiefsten Höhle der Welt machen.