Neues aus dem Verein
★ 3. Aacher Höhlentag
Wir laden ein zum dritten Aacher Höhlentag an der Blätterteighöhle.
Ort: Aach, beim Aachtopf / Blätterteighöhle
Von: Georg Fleischmann | georg.fleischmann@ff-35.de
Wir laden ein zum dritten Aacher Höhlentag an der Blätterteighöhle.
★ Neuland im Dolinen-Land!
Der Schlangenmäander wächst: wir brauchen dringend Freiwillige, die beim weiteren Vortrieb, Transport und Bau von Logistik helfen! Auf dem Weg zu einem neuen Zu...
Der Schlangenmäander wächst: wir brauchen dringend Freiwillige, die beim weiteren Vortrieb, Transport und Bau von Logistik helfen! Auf dem Weg zu einem neuen Zu...Von: Tobias V. | fda42@toar.de
Klettertag für Aacher Kinder
Seilklettern am Mägdeberg, an geeigneten Bäumen oder in einer Sporthalle (wetterabhängig). Der Termin ist zu Beginn der Sommerferien (BW) im Rahmen des Aacher F...
Von: FdA
Seilklettern am Mägdeberg, an geeigneten Bäumen oder in einer Sporthalle (wetterabhängig).
Der Termin ist zu Beginn der Sommerferien (BW) im Rahmen des Aacher Ferienprogramms geplant.
Gästeabend ARGE Grabenstetten
Wir sind zu Gast beim Gästeabend der ARGE Grabenstetten in der Falkensteinhalle.
Von: FdA
Wir sind zu Gast beim Gästeabend der ARGE Grabenstetten in der Falkensteinhalle.
Filme vom 2. Höhlentag
Werner Duffner von Regio-Report.eu hat uns einen Link zu seinem neuen Film vom 2. Höhlentag geschickt: Film auf YouTube ansehenHier der Film von Bernd Hugger, d...
Von: Webmaster / FdA
Werner Duffner von Regio-Report.eu hat uns einen Link zu seinem neuen Film vom 2. Höhlentag geschickt:
Hier der Film von Bernd Hugger, den er am 2. Höhlentag 2024 im Keller neben der Höhle gezeigt hat:
Wir bitten, die Rechte der jeweiligen Filmersteller zu beachten. Weitere Informationen gerne beim Seitenverwalter.
Fledermaus-Schutzzeit & Links
🦇 Fledermaus-SchutzzeitDie Fledermaus-Schutzzeit geht jeweils vom 1. Oktober bis 31. März. Wir bitten um unbedingte Beachtung! Weitere Termine & FormulareWeiter...
Von: FdA
🦇 Fledermaus-Schutzzeit
Die Fledermaus-Schutzzeit geht jeweils vom 1. Oktober bis 31. März. Wir bitten um unbedingte Beachtung!
Weitere Termine & Formulare
- Weitere HöFo-Termine gibt es auf der Seite der ARGE Grabenstetten (Karstseminar RT, Speleo-Südwest, ARGE Blaukarst und ARGE Blautopf).
- Aufnahmeantrag, Satzung und Haftungsausschluss für die Befahrung der Donauhöhle sind im internen Bereich verfügbar.
Der neue Vorstand der FdA
Nach der Jahreshauptversammlung am 15.03.2025 ergibt sich nach den Wahlen folgende neue Besetzung des Vorstands der Freunde der Aachhöhle e.V.: 1. Vorsitzender:...
Von: FdA
Nach der Jahreshauptversammlung am 15.03.2025 ergibt sich nach den Wahlen folgende neue Besetzung des Vorstands der Freunde der Aachhöhle e.V.:
- 1. Vorsitzender: Georg Fleischmann
- 2. Vorsitzender: Jörn Brumme
- Kassier: Edwin Klotz
- Schriftführerin: Manuela Ehrich–Biesinger
- Beisitzer: Lothar Dietrich, Linus Köhnlechner, Ewald Lauer †
Monatstreff FdA
Regulärer Monatstreff der Freunde der Aachhöhle im Löwen in Aach. Normalerweise (!) am ersten Freitag im Monat, ab 19 Uhr.
Von: FdA | hoehlenwind@googlemail.com
Regulärer Monatstreff der Freunde der Aachhöhle im Löwen in Aach.
Normalerweise (!) am ersten Freitag im Monat, ab 19 Uhr.
🌍 Höhlen-News aus aller Welt
Die neuesten speläologischen Funde und Expeditionen weltweit. Automatisch kuratiert.
Zuletzt aktualisiert:
VorschauInternationaler Kongress Hypogea 2026 widmet sich der Speläologie in künstlichen Hohlräumen
Tbilisi, Georgien, wird zum Treffpunkt für Experten, die sich mit der Erforschung und dem Schutz anthropogener unterirdischer Strukturen befassen.
Tbilisi, Georgien, wird zum Treffpunkt für Experten, die sich mit der Erforschung und dem Schutz anthropogener unterirdischer Strukturen befassen.
Fünfter Hypogea Kongress in Georgien: Fokus auf anthropogene Hohlräume
Vom 22. bis 26. September 2026 findet in Tbilisi, Georgien, der 5. Internationale Kongress für Speläologie in künstlichen Hohlräumen, bekannt als Hypogea 2026, statt. Unter der Schirmherrschaft der Union Internationale de Spéléologie (UIS) versammelt dieser Kongress Experten, um Wissen und Erfahrungen im Bereich der Erforschung und des Schutzes von künstlichen Höhlen auszutauschen.
Georgiens reiches unterirdisches Erbe im Fokus
Georgien ist bekannt für seine herausragenden in den Fels gehauenen Monumente, die von antiken künstlichen Höhlen der Bronzezeit bis zu christlichen Klosteranlagen mit Dutzenden von Felskirchen, Refektorien und Zellen reichen. Viele dieser Anlagen sind mit Fresken von außergewöhnlicher künstlerischer Meisterschaft geschmückt. Der Kongress bietet eine internationale Plattform für die Untersuchung, Dokumentation, den Schutz und die Förderung dieser 'anthropogenen' – also von Menschen geschaffenen – Hohlräume und des unterirdischen Kulturerbes.
Die 'Speläologie' konzentriert sich normalerweise auf natürliche Höhlen, doch die Erforschung künstlicher Hohlräume, die oft archäologische und historische Bedeutung besitzen, gewinnt zunehmend an Relevanz. Die Themen des Kongresses umfassen unter anderem die geologische Untersuchung dieser Stätten, die Konservierung und die Methoden der dreidimensionalen Dokumentation. Dies ist eine wichtige Ergänzung zur klassischen Höhlenforschung und trägt maßgeblich zum Verständnis menschlicher Interaktion mit dem Untergrund bei.
VorschauHöhlenErlebnisZentrum Bad Grund widmet Aktionstage der bronzezeitlichen Lichtensteinhöhle
Das HöhlenErlebnisZentrum in Bad Grund veranstaltet vom 13. September bis 4. Oktober 2026 eine Reihe von Aktionstagen zur Lichtensteinhöhle und der Bronzezeit am Harz.
Das HöhlenErlebnisZentrum in Bad Grund veranstaltet vom 13. September bis 4. Oktober 2026 eine Reihe von Aktionstagen zur Lichtensteinhöhle und der Bronzezeit am Harz.
Entdeckungsreise in die Bronzezeit im Harz
Das HöhlenErlebnisZentrum in Bad Grund lädt vom 13. September bis zum 4. Oktober 2026 zu einer Reihe von Aktionstagen ein, die sich der Lichtensteinhöhle und der Bronzezeit am Harz widmen. Diese Veranstaltungen bieten eine einzigartige Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Archäospeläologie einzutauchen und mehr über die prähistorische Nutzung dieser Karsthöhle zu erfahren.
Vielfältiges Programm für alle Altersgruppen
Das Programm umfasst Vorträge, Kurzführungen zur bronzezeitlichen Kulthöhle, Mitmachangebote, Exkursionen und Workshops für Schulen und Gruppen. Die Aktionstage richten sich an Familien, Höhlenfans, Kulturinteressierte, Schulklassen und Studierende. Beteiligt sind Experten aus der Höhlenforschung, Archäologie, Geologie und Anthropologie. Kooperationspartner sind unter anderem die Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz und die Universität Göttingen.
Auftakt am Internationalen Tag für Höhlen und Karst
Der erste Aktionstag fällt auf den 13. September, den Internationalen Tag für Höhlen und Karst. An diesem Tag werden mehrmals täglich Kurzführungen zur Kulthöhle angeboten. Vorträge beleuchten die Wiederentdeckung der Höhle und ihre Rettung vor dem Gipsabbau. Eine geologische Exkursion führt durch und über den Iberg und behandelt Themen wie Karst, Erdgeschichte, Tropfsteine und Bergbau. Für Kinder gibt es in der Ausstellung einen Bronzezeit-Workshop. Weitere Programmpunkte beschäftigen sich mit bronzezeitlichen Schwertern, Nachfahren der Menschen aus der Lichtensteinhöhle und einer digitalen Erkundung der Höhle mittels 3D-Brille. Am 20. September wird das Programm zum Tag des Geotops mit Untersuchungen von Tierknochen und weiteren Mitmachangeboten fortgesetzt.
VorschauUpdateInternationaler Tag der Höhlen und des Karstes wird erstmals gefeiert
Die UNESCO hat den ersten Internationalen Tag der Höhlen und des Karstes ausgerufen, der im September 2026 weltweit gefeiert wird, mit einer Hauptveranstaltung in Postojna, Slowenien.
Die UNESCO hat den ersten Internationalen Tag der Höhlen und des Karstes ausgerufen, der im September 2026 weltweit gefeiert wird, mit einer Hauptveranstaltung in Postojna, Slowenien.
Erste weltweite Feier des Internationalen Tages der Höhlen und des Karstes im September 2026
Die Union Internationale de Spéléologie (UIS) und die Europäische Speläologische Föderation (FSE) haben mit großer Freude die Ausrichtung der ersten weltweiten Feier des Internationalen Tages der Höhlen und des Karstes (IDCK) bekannt gegeben. Dieser von der UNESCO proklamierte Tag zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung von Höhlen und Karstlandschaften zu schärfen. Die Hauptfeierlichkeiten finden vom 10. bis 13. September 2026 in Postojna, Slowenien, statt.
Bedeutung des Karstes und der Speläologie
Karstregionen bedecken etwa 20% der Erdoberfläche und versorgen einen erheblichen Teil der Weltbevölkerung mit Trinkwasser. Die Speläologie, die wissenschaftliche Erforschung von Höhlen und Karstphänomenen, spielt eine entscheidende Rolle beim Verständnis und Schutz dieser einzigartigen und oft fragilen Ökosysteme. Der IDCK soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit lenken, Karstgebiete und ihre unterirdischen Schätze zu schützen, die biologische Vielfalt zu bewahren und die Bedeutung von Höhlen als Naturerbe hervorzuheben.
Umfassendes Programm in Slowenien und darüber hinaus
Die viertägige Veranstaltung in Postojna, Slowenien, einer Region, die weltweit für ihre spektakulären Höhlen wie die Postojnska Jama bekannt ist, umfasst eine Reihe von Aktivitäten. Dazu gehören wissenschaftliche Symposien, Workshops, Ausstellungen und Exkursionen zu Höhlen und Karstlandschaften. Parallel dazu werden weltweit in vielen Ländern und von verschiedenen Höhlenvereinigungen lokale Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert, um diesen besonderen Tag zu begehen. Die ARGE Grabenstetten plant beispielsweise am 13. September 2026 eine Karstwanderung in Grabenstetten, um auf den UNESCO-Höhlentag aufmerksam zu machen.
Zukünftige Perspektiven
Die Einführung des Internationalen Tages der Höhlen und des Karstes unterstreicht die wachsende internationale Anerkennung der Speläologie und des Höhlenschutzes. Er soll dazu beitragen, die Forschung voranzutreiben, die Zusammenarbeit zwischen Ländern zu stärken und die Bedeutung dieser wertvollen Naturräume für zukünftige Generationen zu sichern.
VorschauVielfältige internationale und nationale Speläologie-Veranstaltungen im September 2026
Der September 2026 bietet Speläologen und Karstforschern eine Fülle an Fachveranstaltungen, von der Hydrogeologie des Karsts bis zur Höhlenrettung und Untergrundbiologie, in ganz Europa.
Der September 2026 bietet Speläologen und Karstforschern eine Fülle an Fachveranstaltungen, von der Hydrogeologie des Karsts bis zur Höhlenrettung und Untergrundbiologie, in ganz Europa.
Fachkongresse und Tagungen prägen den Speläologie-Kalender im September
Der Monat September 2026 verspricht eine intensive Phase für die internationale und nationale Speläologie mit einer Reihe hochkarätiger Kongresse und Tagungen. Diese Veranstaltungen bieten Plattformen für den Austausch neuester Forschungsergebnisse, die Vorstellung innovativer Techniken und die Vernetzung innerhalb der Fachgemeinschaft.
Wichtige Termine im Überblick
- Eurokarst 2026 (30. August – 4. September): Die alle zwei Jahre stattfindende Eurokarst-Konferenz kehrt zu ihren Wurzeln zurück und findet in Neuchâtel, Schweiz, statt. Sie ist das europäische Forum für die Hydrogeologie von Karst- und Karbonatreservoiren und bietet eine internationale Plattform für Fachleute und akademische Forscher.
- 27. Internationale Konferenz über Untergrundbiologie (ICSB) (7. – 12. September): In Mangalia, Rumänien, versammeln sich Biologen, um die einzigartigen Ökosysteme und Lebensformen unter der Erde zu diskutieren.
- UIS Celebration of the International Day of Caves and Karst (IDCK) (10. – 13. September): Dieser von der Union Internationale de Spéléologie (UIS) initiierte Aktionstag zelebriert die Bedeutung von Höhlen und Karstlandschaften weltweit und fördert deren Schutz und Erforschung.
- Hypogea 2026 International Congress (22. – 26. September): Der 5. Internationale Kongress für Speläologie in künstlichen Hohlräumen findet in Tiflis, Georgien, unter der Schirmherrschaft der UIS statt. Er konzentriert sich auf den Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich künstlicher Höhlen und unterirdischer Strukturen.
- Jahrestagung des Verbands Österreichischer Höhlenforschung (VÖH) (24. – 27. September): Die VÖH-Jahrestagung 2026 wird in Schladming, Österreich, ausgerichtet. Sie steht unter dem Motto '50 Jahre ÖAV Höhlenforscher Schladming' und '140 Jahre Forschungen im Dachsteinloch', der Dachstein-Südwandhöhle.
- 19. European Cave Rescue Meeting (26. – 30. September Pre-Meeting, 1. – 4. Oktober Haupttagung): Dieses wichtige Treffen der europäischen Höhlenrettungsorganisationen findet in Kranj, Slowenien, statt und dient der Koordination und Weiterentwicklung von Rettungstechniken und -strategien in Höhlen.
Lokale Aktivitäten und Fachvorträge
Auch lokale Höhlenvereine tragen zum regen Vereinsleben bei. So bietet beispielsweise der Verein für Höhlenkunde München e.V. am 1. und 8. September 2026 SRT-Trainings (Single Rope Technique) an. Die Arbeitsgemeinschaft Blaukarst plant am 12. September eine Grill-Monatsversammlung und am 13. September den Internationalen UNESCO Höhlentag mit einer Karstwanderung.
UpdateArchäologische Sensation in der Koskarlı Höhle, Türkei: 14.000 Jahre alte Jäger-und-Sammler-Spuren entdeckt
Forscher haben in der Koskarlı Höhle in der östlichen Schwarzmeerregion der Türkei seltene Zeugnisse prähistorischer Jäger-und-Sammler-Kulturen aus der späten Eiszeit gefunden.
Forscher haben in der Koskarlı Höhle in der östlichen Schwarzmeerregion der Türkei seltene Zeugnisse prähistorischer Jäger-und-Sammler-Kulturen aus der späten Eiszeit gefunden.
Prähistorische Siedlungsspuren in der Koskarlı Höhle offenbaren verlorene Welt
Archäologen, die in der Koskarlı Höhle in der nordöstlichen Türkei Ausgrabungen durchführen, haben seltene Beweise für das Leben von Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften entdeckt, die etwa 14.000 Jahre zurückreichen. Die Funde, darunter Höhlensteinwerkzeuge, eine Feuerstelle und persönliche Ornamente, bieten neue Einblicke in die Lebensweise der Menschen am Ende der letzten Eiszeit.
Ein Fenster ins Epipaläolithikum
Die Entdeckung am Standort Koskarlı Höhle im Söğütlü-Tal, etwa 40 Kilometer südlich von Trabzon und auf einer Höhe von rund 1.030 Metern über dem Meeresspiegel, liefert einige der ersten systematischen Beweise für die Anwesenheit alter Jäger und Sammler in der östlichen Schwarzmeerregion während dieser wenig verstandenen Epoche, dem sogenannten Epipaläolithikum, einer Übergangsphase zwischen der Altsteinzeit und der Jungsteinzeit. Die Forschung unter der Leitung von Hülya Çalışkan Akgül konzentriert sich auf die 2019 entdeckte Höhle, wobei systematische Ausgrabungen 2024 begannen.
Alltag und persönliche Zeugnisse
Die intakte Siedlungsschicht, die zwischen 20 und 40 Zentimeter dick war, enthielt feinen Kies, Asche, karbonisiertes Material, verbrannten Sediment und durch Hitze veränderten Feuerstein, was auf die Nutzung von Feuer im Inneren der Höhle hinweist. Radiokarbondatierungen von Holzkohle und Knochen legen die Besiedlung um das Ende des 13. Jahrtausends v. Chr. fest. Zu den persönlichen Funden gehören ein gerilltes Geweihstück und ein durchbohrter Tierzahn, die als Beleg für persönlichen Schmuck interpretiert werden. Diese Objekte deuten darauf hin, dass die Bewohner der Koskarlı Höhle nicht nur Werkzeuge herstellten, sondern sich auch mit Formen der persönlichen Dekoration beschäftigten. Die Analyse von Tier- und Pflanzenresten, die ebenfalls geborgen wurden, soll weitere Aufschlüsse über die Ernährung und Umweltbedingungen jener Zeit liefern.
Internationale Cheve-Expedition 2026: Signifikante Fortschritte in Mexikos Unterwelt
Ein internationales Team von Speläologen hat das Sistema Cheve in Mexiko erfolgreich erweitert und neue Passagen sowie eine optimierte Zugangsroute erschlossen.
Ein internationales Team von Speläologen hat das Sistema Cheve in Mexiko erfolgreich erweitert und neue Passagen sowie eine optimierte Zugangsroute erschlossen.
Erfolgreiche Cheve-Expedition erweitert bekanntes Höhlensystem
Eine internationale Speläologen-Expedition hat vom 1. Februar bis zum 27. April 2026 bedeutende Fortschritte bei der Erforschung des Sistema Cheve im Cuicatlán-Distrikt von Oaxaca, Mexiko, erzielt. Das 28-köpfige Team aus fünf Ländern konzentrierte sich primär auf die Erkundung des sogenannten 'East Sump' abseits der 'Harmony Hall' am Grund der Höhle, einem unter Wasser liegenden Tunnel. Insgesamt wurden 5.237 Meter neue Passagen entdeckt, wodurch die Gesamtlänge des Sistema Cheve auf 96.136 Meter anwächst.
Optimierte Logistik durch neuen Höhleneingang
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg war die Nutzung der Höhle 'All in a Day's Work' (ADW), die 2024 mit dem Sistema Cheve verbunden wurde. Der Eingang der ADW liegt 1.100 Meter tiefer als der Haupteingang, was die Anreise zur Harmony Hall von fünf Tagen auf nur fünf Stunden verkürzte. Dies ermöglichte einen effizienteren Materialtransport und eine intensivere Erkundung. Das Hauptziel der Taucherteams war es, über den East Sump hinaus vorzudringen, um die hydrogeologischen Verbindungen des gewaltigen Karstsystems zu verstehen. Die Erkenntnisse der Expedition tragen maßgeblich zum Verständnis der geohydrologischen Prozesse in den komplexen Karstlandschaften Mexikos bei.
Höhlenrettungsdienst Salzburg leistet entscheidende Hilfe in den Dolomiten
Der Höhlenrettungsdienst Salzburg unterstützte erfolgreich mehrere Berg- und Höhlenrettungseinsätze in den Südtiroler Dolomiten, darunter die Bergung eines verirrten Paares.
Der Höhlenrettungsdienst Salzburg unterstützte erfolgreich mehrere Berg- und Höhlenrettungseinsätze in den Südtiroler Dolomiten, darunter die Bergung eines verirrten Paares.
Grenzüberschreitende Rettungsaktionen in alpinen Regionen
Am 10. August 2026 wurde über mehrere erfolgreiche Einsätze des Höhlenrettungsdienstes Salzburg in den Dolomiten berichtet. Die Berg- und Höhlenrettung CNSAS in Gröden absolvierte innerhalb weniger Stunden drei Einsätze, wobei der letzte erst in den frühen Morgenstunden endete. Ein niederländisches Paar war beim Abstieg der „Paravis“ an den Fünffingerspitzen bei starkem Regen und Dunkelheit in Schwierigkeiten geraten. Vier Bergretter sicherten und begleiteten die beiden Urlauber sicher ins Tal.
Umfassende Unterstützung und langjährige Kooperationen
Neben diesem Einsatz mussten eine Wanderin mit einer Knöchelverletzung und eine junge Bergsteigerin wegen Unwohlseins geborgen werden. Der Höhlenrettungsdienst Salzburg, eine freiwillige Rettungsorganisation mit rund 45 aktiven Höhlenrettern, ist nicht nur im eigenen Bundesland aktiv, sondern dehnt seinen Einsatzbereich bei Bedarf auf benachbarte Bundesländer und den bayerischen Nachbarraum aus. Seit über zehn Jahren besteht eine grenzüberschreitende Kooperationsvereinbarung mit Kameraden aus Freilassing. Insgesamt hat die Berg- und Höhlenrettung in Südtirol seit Jahresbeginn 121 Einsätze absolviert, davon 51 allein im Juni, was die hohe Belastung und die unverzichtbare Arbeit der alpinen und speläologischen Rettungsdienste unterstreicht. Der Höhlenrettungsdienst ist auf die Rettung verunglückter oder in Not geratener Personen in Höhlen spezialisiert, wobei die Rettung von Höhlentouristen und -forschern gleichermaßen zu den Kernaufgaben zählt.
Neue augenlose Höhlenschnecke in Chinas Hochkarst entdeckt
Forscher haben in einer Höhle in Yuxi, Yunnan, China, eine neue, augenlose Süßwasserhöhlenschneckenart entdeckt, die auf eine extreme Spezialisierung an hochgelegene Karstsysteme hindeutet.
Forscher haben in einer Höhle in Yuxi, Yunnan, China, eine neue, augenlose Süßwasserhöhlenschneckenart entdeckt, die auf eine extreme Spezialisierung an hochgelegene Karstsysteme hindeutet.
Entdeckung der Erhaia dijiang: Eine hochspezialisierte Höhlenschnecke
Eine bemerkenswerte Neuentdeckung in der Speläobiologie wurde kürzlich in einer Höhle in Yuxi, Yunnan, China, gemacht: eine neue, augenlose Süßwasserhöhlenschneckenart namens Erhaia dijiang. Diese Spezies, benannt nach Di Jiang, einem gesichtslosen Berggott aus der antiken chinesischen Mythologie, zeigt eine extreme Anpassung an ihren unterirdischen Lebensraum und meidet Licht aktiv.
Lebensraum im hochgelegenen Karst
Die Höhle, in der Erhaia dijiang gefunden wurde, liegt auf einer Höhe von 2.062 Metern über dem Meeresspiegel, was die höchste bekannte Höhenlage für eine Höhlenschneckenart der Familie Erhaiidae darstellt. Dies erweitert das Verständnis über die Grenzen, in denen diese Schneckenarten existieren können. Karstlandschaften, die durch die langsame Auflösung von löslichem Gestein entstehen und Netzwerke von Höhlen und unterirdischen Wasserläufen bilden, können wie biologische Inseln wirken. Diese Isolation ermöglicht die Entwicklung hochspezialisierter, endemischer Arten. Erhaia dijiang lebt in flachem Höhlenwasser, das eine relativ stabile Temperatur von etwa 20°C aufweist, und ernährt sich von Kieselalgen.
Naturschutzbedenken für eine fragile Spezies
Die extreme Spezialisierung macht Erhaia dijiang besonders anfällig. Die Populationen sind oft auf einzelne Höhlen oder Wassersysteme beschränkt, was bedeutet, dass Schäden an einem einzigen Höhlenhabitat eine ganze Art bedrohen können. Forscher fordern daher breitere Untersuchungen der chinesischen Höhlen, um die Verbreitung von Erhaia dijiang zu bestimmen und weitere übersehene Arten zu entdecken. Gleichzeitig wird die rasche Entwicklung von Schutzmaßnahmen empfohlen, um die Biodiversität dieser einzigartigen subterrane Ökosysteme zu bewahren.
Neandertaler-Strukturen in der Bruniquel-Höhle fordern archäologisches Paradigma heraus
Eine aktuelle Analyse der Bruniquel-Höhle in Südwestfrankreich wirft neues Licht auf die kognitiven Fähigkeiten der Neandertaler, nachdem komplexe ringförmige Strukturen aus Stalagmiten entdeckt wurden.
Eine aktuelle Analyse der Bruniquel-Höhle in Südwestfrankreich wirft neues Licht auf die kognitiven Fähigkeiten der Neandertaler, nachdem komplexe ringförmige Strukturen aus Stalagmiten entdeckt wurden.
Rethinking Neandertal Capabilities: Komplexe Konstruktionen in der Bruniquel-Höhle
Archäologen haben in der Bruniquel-Höhle im Südwesten Frankreichs aufsehenerregende Erkenntnisse über die kognitiven Fähigkeiten von Neandertalern gewonnen. In den stockdunklen Tiefen der Höhle, etwa 336 Meter vom ursprünglichen Eingang entfernt, wurden zwei ringförmige Strukturen aus gebrochenen Stalagmiten entdeckt. Diese Bauwerke sind rund 176.500 Jahre alt und datieren somit weit vor der Ankunft des Homo sapiens in Europa, was die Neandertaler als die einzigen plausiblen Erbauer zurücklässt.
Anspruchsvolle Nutzung des unterirdischen Raumes
Die Entdeckung dieser komplexen Strukturen hat eine Neubewertung der Fähigkeiten der Neandertaler erzwungen. Über Jahrzehnte hinweg wurden sie oft als 'dumme Vettern' des modernen Menschen dargestellt, unfähig zu jener Art von Planung, Kooperation und symbolischem Denken, die angeblich unsere Spezies auszeichnete. Die Bruniquel-Höhle kompliziert dieses Bild erheblich. Die größere der beiden Ringstrukturen misst 6,7 mal 4,5 Meter, die kleinere 2,2 mal 2,1 Meter. Insgesamt wurden etwa 400 Stalagmitenfragmente verwendet, die eine kombinierte Länge von 112,4 Metern und ein Gesamtgewicht von rund 2,2 Tonnen Kalzit aufweisen. Die Uniformität der verbauten Stücke und die Anwesenheit von absichtlich erhitzten Zonen deuten auf eine präzise und zielgerichtete Konstruktion hin.
Implikationen für die Paläoanthropologie
Die Notwendigkeit, Hunderte von Metern durch völlige Dunkelheit zu reisen und künstliches Licht zu verwenden, um diese Strukturen zu errichten, weist auf ein Maß an sozialer Organisation und technischer Kompetenz hin, das den Neandertalern zuvor nicht zugeschrieben wurde. Diese Entdeckung reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Beweisen von anderen Höhlenstandorten, wie beispielsweise in Spanien, wo Neandertaler vor etwa 65.000 Jahren Malereien an Stalagmiten anfertigten. Jacques Jaubert und seine Co-Autoren betonten in ihrer Arbeit von 2016, dass der Fund in zweierlei Hinsicht beispiellos sei: Er offenbart die Aneignung eines tiefen Karstraums – eine Landschaft, die durch die Lösung von Gestein wie Kalkstein geformt wird – durch eine vormoderne menschliche Spezies und betrifft aufwendige Konstruktionen aus Hunderten von teilweise kalibrierten, zerbrochenen Stalagmiten, die bewusst bewegt und platziert wurden.
Höhlenrettungseinsatz am Kyffhäuser nach Gesteinsabbruch
Eine großangelegte Höhlenrettungsaktion der DRK-Bergwacht Thüringen wurde am 5. August 2026 am Kyffhäuser-Gebirge durchgeführt, nachdem ein Gesteinsabbruch und Spuren an einem Höhlenzugang mögliche Verschüttete vermuten ließen.
Eine großangelegte Höhlenrettungsaktion der DRK-Bergwacht Thüringen wurde am 5. August 2026 am Kyffhäuser-Gebirge durchgeführt, nachdem ein Gesteinsabbruch und Spuren an einem Höhlenzugang mögliche Verschüttete vermuten ließen.
Erfolgreicher Höhlenrettungseinsatz im Kyffhäuser-Gebirge
Am 5. August 2026 wurde die Höhlenrettungsgruppe der DRK-Bergwacht Thüringen zu einem außergewöhnlichen Einsatz im Napptal bei Bad Frankenhausen im Kyffhäuser-Gebirge alarmiert. Anlass war ein aufgebrochenes Zugangstor zu einer Höhle, eine aufsteigende Staubwolke und verdächtige Spuren, die die Vermutung nahelegten, dass sich Personen unbefugt im Höhlensystem aufhielten und durch einen Gesteinsabbruch verschüttet worden sein könnten.
Umfangreiche Suchmaßnahmen unter Tage
Was als unklare Lage begann, entwickelte sich schnell zu einem komplexen Einsatz unter Tage. Spezialkräfte der Höhlenrettung, ausgerüstet mit modernster Rettungs-, Seil- und Kommunikationstechnik, rückten an. Neben drei speziell ausgebildeten Rettungshunden kamen Drohnentechnik und Ortungsmittel zum Einsatz. Auch die Expertise eines Fachberaters aus der Höhlenforschung (Speläologie) wurde hinzugezogen. Nach intensiver Erkundung aller zugänglichen Bereiche des Höhlensystems konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Es wurden weder Personen noch Hinweise auf Verschüttete oder andere Lebenszeichen festgestellt. Der Einsatz wurde daraufhin beendet.
Die Bedeutung spezialisierter Höhlenrettung in Karstregionen
Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit einer hochspezialisierten Rettungsstruktur in Regionen mit zahlreichen natürlichen Höhlen. Thüringen, eine Karstregion mit vielen Höhlen, verfügt über eine etablierte Höhlenrettung innerhalb der DRK-Bergwacht. Aktuell engagieren sich 15 speziell ausgebildete Höhlenretter aus sieben Bergwacht-Bereitschaften, die landesweit bei besonderen Einsatzlagen alarmiert werden. Ihre Ausrüstung wird durch Fördermittel des Freistaats Thüringen und Eigenmittel des DRK-Landesverbandes finanziert. Die Thüringer Höhlenrettung ist zudem Teil des bundesweiten Höhlenrettungsverbundes Deutschland (HRVD), was eine enge Zusammenarbeit mit anderen spezialisierten Rettungsgruppen ermöglicht.
UpdateNeue Erkenntnisse durch Unterwasser-Höhlenknochen in Südaustralien
In den Unterwasserhöhlen Südaustraliens gefundene Tierknochen liefern einzigartige Einblicke in ausgestorbene Megafauna und eröffnen neue Rekonstruktionsmethoden für vergangene Ökosysteme.
In den Unterwasserhöhlen Südaustraliens gefundene Tierknochen liefern einzigartige Einblicke in ausgestorbene Megafauna und eröffnen neue Rekonstruktionsmethoden für vergangene Ökosysteme.
Neue Erkenntnisse durch Unterwasser-Höhlenknochen in Südaustralien
Aktuellen Meldungen zufolge haben detaillierte Analysen von in den Karstsystemen Südaustraliens geborgenen Tierknochen neue Wege eröffnet, die Lebensweise und die Umweltbedingungen prähistorischer Megafauna zu rekonstruieren. Forscher entdeckten, dass die unter Wasser konservierten Knochen spezifische Merkmale aufweisen, die durch die einzigartigen Bedingungen der Dunkelheit, sowie die Einflüsse von Algen und Bakterien geprägt sind. Diese distinktiven Hinweise ermöglichen Wissenschaftlern eine präzisere Rückverfolgung vergangener Ökosysteme und der Rolle der Höhlen in diesen.
Innovative paläontologische Rekonstruktion
Die Erkenntnisse, veröffentlicht am 4. August 2026, bieten eine leistungsstarke Methode, um die Geheimnisse ausgestorbener Riesen zu entschlüsseln, die einst die australische Landschaft bevölkerten. Die Untersuchung der Knochen, die unter den stabilen Bedingungen von Unterwasserhöhlen erhalten geblieben sind, ermöglicht eine genauere Datierung und eine detailliertere Analyse von Ernährungsgewohnheiten und Lebensräumen dieser Urzeitwesen. Diese Methode erweitert das Spektrum der paläontologischen Forschung erheblich und verspricht tiefere Einblicke in die Evolution des Lebens auf der Erde.
Forschungswoche des Landesvereins für Höhlenkunde auf der Ischler Hütte
Der Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich organisiert eine Forschungswoche im Salzkammergut, um die Höhlen und Karstphänomene der Region weiter zu erkunden.
Der Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich organisiert eine Forschungswoche im Salzkammergut, um die Höhlen und Karstphänomene der Region weiter zu erkunden.
Speläologische Forschung im alpinen Karst des Salzkammerguts
Vom 1. bis zum 8. August 2026 veranstaltet der Landesverein für Höhlenkunde in Wien und Niederösterreich eine Forschungswoche auf der Ischler Hütte im Herzen des Salzkammerguts in Oberösterreich. Diese Initiative dient der kontinuierlichen Erforschung der komplexen Höhlensysteme und Karstphänomene – das sind typische Geländeformen, die durch die Lösung von Kalk- oder Gipsgestein entstehen – dieser alpinen Region. Die Ischler Hütte, gelegen in den Dachstein-Bergen, ist ein idealer Ausgangspunkt für speläologische Exkursionen in die umliegenden Gebirgszüge wie das Tote Gebirge und den Dachstein.
Ziele und Aktivitäten der Forschungswoche
Im Rahmen der Forschungswoche werden sich die Teilnehmer der Vermessung von Höhlen, der Dokumentation von Neuentdeckungen sowie hydrogeologischen Untersuchungen widmen. Die alpine Speläologie in diesen Gebieten ist oft durch anspruchsvolle Bedingungen und die Notwendigkeit spezieller Techniken gekennzeichnet. Der Austausch von Fachwissen und die gemeinsame Erkundung sind zentrale Elemente dieser Veranstaltung, die darauf abzielt, das Verständnis für die Entstehung und Entwicklung dieser einzigartigen unterirdischen Landschaften zu vertiefen. Die Ergebnisse tragen dazu bei, die geologischen und biologischen Besonderheiten der Karstregionen Oberösterreichs besser zu erfassen und deren Schutz zu fördern.
UpdateNeue faszinierende Höhlenräume im Blautopf-Höhlensystem erkundet
Die Höhlenforschungsgruppe Ostalb hat im Blautopf-Höhlensystem bei Blaubeuren bislang unbekannte Passagen mit beeindruckenden Tropfstein- und Kristallformationen entdeckt.
Die Höhlenforschungsgruppe Ostalb hat im Blautopf-Höhlensystem bei Blaubeuren bislang unbekannte Passagen mit beeindruckenden Tropfstein- und Kristallformationen entdeckt.
Erweiterung des Blautopf-Höhlensystems durch aktuelle speläologische Forschungen
Die Höhlenforschungsgruppe Ostalb (HFG Ostalb) hat kürzlich bei ihren Erkundungen im Blautopf-Höhlensystem nahe Blaubeuren, einem der bekanntesten Karstphänomene der Schwäbischen Alb, neue faszinierende Höhlenräume und Passagen entdeckt. Diese jüngsten Fortschritte in der Speläologie, der Wissenschaft von der Erforschung der Höhlen, erweitern das bekannte System auf eine Gesamtlänge von nunmehr 19 Kilometern.
Einblicke in unberührte Subterranea
Die Forschungsergebnisse umfassen die Dokumentation von bislang unbekannten Tropfstein- und Kristallformationen, die sich in den neu zugänglichen Bereichen gebildet haben. Diese Entdeckungen sind nicht nur für die wissenschaftliche Höhlenkunde von Bedeutung, sondern bieten auch ästhetisch beeindruckende Einblicke in die unberührte Schönheit des Untergrundes. Andreas Kücha und Jens Freigang, führende Mitglieder der HFG Ostalb, werden diese neuen Erkenntnisse und bisher unerforschte Höhlen der West- und Ostalb in einem Bildervortrag mit dem Titel „Geheimnisse der Höhlen der Schwäbischen Alb“ präsentieren. Dieser Vortrag findet am Samstag, dem 1. August 2026, um 20 Uhr auf der Sommerbühne am Blautopf im Klosterkirchensaal Blaubeuren statt.
Bedeutung für die Karstforschung
Das Blautopf-Höhlensystem ist Teil eines komplexen Karstsystems, einer Landschaftsform, die durch die Lösung von Kalkstein oder Gipsgestein entsteht und typischerweise Höhlen, Dolinen und unterirdische Wasserläufe aufweist. Die weitere Erforschung dieses Systems trägt wesentlich zum Verständnis der Geohydrologie und der speläogenen Prozesse in der Region bei.
Durchbruch in der Datierung prähistorischer Höhlenmalereien in Font-de-Gaume
Wissenschaftler haben erstmals mittels Radiokarbondatierung prähistorische Kunstwerke in der berühmten Höhle Font-de-Gaume präzise datiert und dabei überraschende Erkenntnisse gewonnen.

Neue Chronologien für Eiszeitkunst in der Dordogne
Am 28. Juli 2026 wurde ein signifikanter Fortschritt in der Archäometrie bekannt gegeben: Forschern ist es gelungen, prähistorische Höhlenmalereien in der renommierten Höhle Font-de-Gaume bei Les Eyzies in der französischen Dordogne erstmals direkt zu datieren. Durch die Analyse von Holzkohlepartikeln, die in den schwarzen Pigmenten der Kunstwerke enthalten waren, konnten mittels Radiokarbondatierung präzise Altersbestimmungen vorgenommen werden.
Methodische Innovation und historische Implikationen
Die traditionelle Datierung von mineralischen Höhlenmalereien ist eine Herausforderung, da diese normalerweise keinen organischen Kohlenstoff enthalten. Die Entdeckung von Holzkohle in den Pigmenten der Malereien in Font-de-Gaume ermöglichte jedoch die Anwendung dieser präzisen Methode. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Bison vor etwa 13.000 Jahren gemalt wurde. Besonders bemerkenswert ist die Erkenntnis, dass Teile einer maskenartigen Figur über mehrere, weit auseinanderliegende Perioden hinweg hinzugefügt oder verändert wurden.
Diese neuen Daten bieten Archäologen eine leistungsstarke Möglichkeit, die Chronologie menschlicher Aktivitäten in dekorierten Höhlen detaillierter zu rekonstruieren – wann Menschen Höhlen betraten, Kunstwerke schufen und später zurückkehrten, um diese zu modifizieren oder zu ergänzen. Die Forschung erweitert unser Verständnis der kulturellen Praktiken und der Zeiträume, in denen die eiszeitlichen Künstler in der Region tätig waren.
Bedeutende Höhlenentdeckung in Vietnam: Thang-Höhle offenbart seltene Höhlenperlen
Eine internationale Expedition im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark in Vietnam hat die bisher undokumentierte Thang-Höhle entdeckt, ein etwa 3 Kilometer langes System, das für seine beeindruckenden Mineralformationen und eine hohe Konzentration seltener Höhlenperlen bekannt ist.
Eine internationale Expedition im Phong Nha-Ke Bang Nationalpark in Vietnam hat die bisher undokumentierte Thang-Höhle entdeckt, ein etwa 3 Kilometer langes System, das für seine beeindruckenden Mineralformationen und eine hohe Konzentration seltener Höhlenperlen bekannt ist.
Witte Museum enthüllt Eiszeitgeschichte Texas' mit neuer Friesenhahn Cave Ausstellung
Das Witte Museum in San Antonio, Texas, hat in Zusammenarbeit mit der Concordia University Texas eine neue Ausstellung eröffnet, die sich auf Eiszeitfossilien aus der bedeutenden Friesenhahn Cave konzentriert und modernste LiDAR-Scans präsentiert.
Das Witte Museum in San Antonio, Texas, hat in Zusammenarbeit mit der Concordia University Texas eine neue Ausstellung eröffnet, die sich auf Eiszeitfossilien aus der bedeutenden Friesenhahn Cave konzentriert und modernste LiDAR-Scans präsentiert.
Update64. Jahrestagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher in Giengen-Hürben
Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) hielt seine 64. Jahrestagung im Juli 2026 ab, mit Fokus auf die reiche Höhlenlandschaft der Schwäbischen Alb.
Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) hielt seine 64. Jahrestagung im Juli 2026 ab, mit Fokus auf die reiche Höhlenlandschaft der Schwäbischen Alb.
Erfolgreiche VdHK-Jahrestagung 2026 in Giengen-Hürben
Vom 23. bis zum 26. Juli 2026 versammelte sich die deutsche Speläologengemeinschaft zur 64. Jahrestagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) in Giengen-Hürben. Die Veranstaltung, die traditionell Höhlenforscher, Wissenschaftler und Interessierte zusammenbringt, bot ein umfangreiches Programm mit Fachvorträgen, Workshops und Exkursionen in die umliegenden Karstgebiete der Schwäbischen Alb.
Fokus auf die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb
Die Wahl des Tagungsortes war bewusst getroffen worden, um die einzigartige Geologie und die vielfältigen Höhlensysteme der Schwäbischen Alb, eines der bedeutendsten Karstgebiete Deutschlands, in den Mittelpunkt zu rücken. Karst ist eine Geländeform, die durch die Lösung von Kalk- oder Gipsgestein entsteht und typischerweise durch Dolinen, Höhlen und unterirdische Wasserläufe gekennzeichnet ist. Die Region um Giengen-Hürben ist besonders bekannt für Höhlen wie die Charlottenhöhle und die Vogelherdhöhle, die nicht nur für die Speläologie, sondern auch für die Paläontologie und Archäologie von großer Bedeutung sind.
Programmhighlights und wissenschaftlicher Austausch
Das Vortragsprogramm umfasste aktuelle Forschungsergebnisse aus verschiedenen Disziplinen der Speläologie, der Wissenschaft von den Höhlen und Karsterscheinungen. Themen waren unter anderem neue Höhlenentdeckungen, hydrogeologische Studien im Karst, sowie innovative Methoden der Höhlenvermessung und Dokumentation. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung dieser fragilen Ökosysteme. Die Tagung bot eine Plattform für den intensiven Austausch zwischen erfahrenen Höhlenforschern und dem wissenschaftlichen Nachwuchs.
Kulturelle und soziale Aspekte
Neben den fachlichen Inhalten kamen auch die sozialen Aspekte nicht zu kurz. Ein festlicher Abend bot Gelegenheit zum geselligen Beisammensein und zur Vernetzung. Die Teilnehmer hatten zudem die Möglichkeit, an geführten Exkursionen teilzunehmen, um die Faszination der unterirdischen Welt der Schwäbischen Alb hautnah zu erleben.
Märkische Höhlenroute eröffnet: Natur- und Digitalerlebnis im Sauerland
Im Märkischen Sauerland wurde eine neue Themenroute eröffnet, die vier bedeutende Höhlen mit multimedialen Informationspunkten verbindet und ein einzigartiges Natur- und Digitalerlebnis bietet.
Im Märkischen Sauerland wurde eine neue Themenroute eröffnet, die vier bedeutende Höhlen mit multimedialen Informationspunkten verbindet und ein einzigartiges Natur- und Digitalerlebnis bietet.
Neue Märkische Höhlenroute: Karsterlebnisse digital aufbereitet
Am 22. Juli 2026 wurde im Herzen des Märkischen Sauerlandes offiziell die Märkische Höhlenroute eingeweiht. Dieses innovative Tourismusprojekt, das Naturerlebnisse mit digitalen Inhalten verknüpft, erstreckt sich über eine Länge von rund 24 Kilometern und verbindet vier herausragende Höhlen der Region.
Verbindung einzigartiger Karstformationen
Die Route schließt die Balver Höhle, die Reckenhöhle in Binolen, die Heinrichshöhle in Hemer-Sundwig und die Dechenhöhle in Iserlohn aneinander. Alle diese Höhlen sind Teil der sogenannten "Iserlohner Kalksenke", dem größten zusammenhängenden Karstgebiet Südwestfalens. Dieses Gebiet wurde über Jahrmillionen durch die erodierende Kraft des Wassers geformt und beherbergt heute einzigartige Naturdenkmäler der Speläologie. Karstgebiete sind von besonderem Interesse für die Höhlenforschung aufgrund ihrer spezifischen geologischen und hydrologischen Eigenschaften.
Digitale Vermittlung und regionale Förderung
Entlang der Strecke laden multimediale Informationspunkte dazu ein, mittels Smartphone tiefere Einblicke in die Geologie, die Geschichte und die besondere Biologie der Höhlen zu gewinnen. Dieses Projekt, das durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramme mit 72.000 Euro gefördert wurde, zielt darauf ab, die Region auf innovative Weise zu erschließen. Es bietet sowohl Einheimischen als auch Touristen ein einzigartiges Erlebnis, das körperliche Bewegung in der Natur mit moderner digitaler Informationsvermittlung verbindet und so einen wichtigen Impuls für den regionalen Tourismus setzt.
Größtes Höhlensystem Kroatiens zufällig entdeckt
Das Đula-Medvedica-Höhlensystem, das größte Höhlennetzwerk Kroatiens, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts während des Eisenbahnbaus zufällig freigelegt und birgt faszinierende archäologische Zeugnisse.
Das Đula-Medvedica-Höhlensystem, das größte Höhlennetzwerk Kroatiens, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts während des Eisenbahnbaus zufällig freigelegt und birgt faszinierende archäologische Zeugnisse.
Archäologische Bedeutung
Die Höhle von Ogulin ist nicht nur von speläologischer, sondern auch von erheblicher archäologischer Bedeutung. Sie dokumentiert die Nutzung von Karstlandschaften durch frühe menschliche Kulturen und trägt maßgeblich zum Verständnis der regionalen Urgeschichte bei. Die zufällige Entdeckung unterstreicht einmal mehr das Potenzial von Bauprojekten, verborgene Zeugnisse der Erd- und Menschheitsgeschichte ans Licht zu bringen.
Neues Geister-Krebstier der Gattung Megabathynella in australischer Höhle entdeckt
In einer abgelegenen Kalksteinhöhle im australischen Northern Territory wurde ein neues Genus von Krebstieren, Megabathynella totemensis, mit über 80 Exemplaren entdeckt, die an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst sind.
In einer abgelegenen Kalksteinhöhle im australischen Northern Territory wurde ein neues Genus von Krebstieren, Megabathynella totemensis, mit über 80 Exemplaren entdeckt, die an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst sind.
Entdeckung einer neuen Bathynellacea-Gattung in 'Totem Pole Cave'
Wissenschaftler haben in flachen Höhlenbecken der 'Totem Pole Cave' im Pungalina-Karstgebiet entlang des Golfs von Carpentaria im australischen Northern Territory über 80 geisterhafte Krebstiere eines zuvor unbekannten Genus entdeckt. Diese neue Spezies mit dem Namen Megabathynella totemensis weist eine außergewöhnliche Anatomie auf, die perfekt an das Leben in völliger Dunkelheit angepasst ist.
Einzigartige morphologische Merkmale
Die transparenten Krebstiere, die jeweils etwa sechs Millimeter lang sind, stellen eine ungewöhnlich große Größe innerhalb ihrer taxonomischen Gruppe dar. Die Forscher Ana I. Camacho, Kym M. Abrams und Tim Moulds stellten fest, dass die Tiere keiner bestehenden Gattung innerhalb der Familie Parabathynellidae zugeordnet werden konnten. Der auffälligste Unterschied liegt in der Anzahl der Klauen: M. totemensis besitzt bis zu elf Klauen, während die meisten verwandten Arten nur sieben aufweisen. Dies rechtfertigte die Etablierung einer neuen Gattung.
Es ist das erste Mal, dass eine Spezies der Krebstierordnung Bathynellacea in einer australischen Höhle registriert wurde. Die Entdeckung passt zu einem breiteren Muster, das Forscher weltweit dokumentieren, da große und riesige Bathynellacea-Arten mittlerweile auf allen Kontinenten gefunden wurden. Die Studie wurde im European Journal of Taxonomy veröffentlicht.
Sensationelle archäologische Funde im Shualim Rockshelter, Israel
Ein Team von Archäologen hat in der Negev-Wüste, Israel, Muschelperlen und Werkzeuge aus der Eiszeit entdeckt, die weitreichende kulturelle Verbindungen aufzeigen.
Ein Team von Archäologen hat in der Negev-Wüste, Israel, Muschelperlen und Werkzeuge aus der Eiszeit entdeckt, die weitreichende kulturelle Verbindungen aufzeigen.
Zeugnisse eiszeitlicher Kosmopoliten in der Negev-Wüste
Eine bemerkenswerte Entdeckung im Shualim Rockshelter, einer Höhlenwohnung in der zerklüfteten Negev-Wüste Israels, wirft neues Licht auf die Lebensweise eiszeitlicher Nomaden. Archäologen legten fragile Muschelperlen frei, die noch Spuren von Ockerpigment trugen und sorgfältig zum Auffädeln durchbohrt waren. Diese Schmuckstücke wurden Hunderte von Kilometern von der nächsten Küstenlinie entfernt gefunden.
Uralte Handwerkskunst und weiträumiger Austausch
Neben den Muschelperlen stießen die Forscher auf eine kunstvoll gravierte Straußeneierscherbe und eine fein gearbeitete Geweihspeerspitze. Diese Artefakte, die normalerweise mit mediterranen Jäger- und Sammlergemeinschaften in Verbindung gebracht werden, deuten darauf hin, dass die Wüstennomaden der Eiszeit weitaus vernetzter und kosmopolitischer waren, als bisher angenommen.
Die Studie, die im Journal of Human Evolution veröffentlicht wurde, argumentiert, dass diese außergewöhnlichen Funde, die zwischen 47.000 und 36.000 Jahre alt sind, keine Anomalien darstellen. Vielmehr sind sie überzeugende Beweise für umfangreiche Fernkontakte und einen regen Ideenaustausch zwischen verschiedenen prähistorischen Gruppen. Diese Erkenntnisse fordern unsere bisherigen Vorstellungen heraus und zeichnen ein lebendiges Bild alter menschlicher Kulturen, die durch ein komplexes Netzwerk von Interaktionen über weite und vielfältige Landschaften hinweg geprägt wurden.
Höhlenforschung auf globaler Bühne: Karst-Ökosysteme im Fokus der Vereinten Nationen
Die Höhlenforschung war mit einem Side-Event beim Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in New York vertreten, um die Bedeutung von Karst-Ökosystemen hervorzuheben.
Die Höhlenforschung war mit einem Side-Event beim Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen in New York vertreten, um die Bedeutung von Karst-Ökosystemen hervorzuheben.
Höhlenforschung auf globaler Bühne: Karst-Ökosysteme im Fokus der Vereinten Nationen
Am 9. Juli 2026 organisierte eine NGO-Gruppe im Rahmen des Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN HLPF) in New York einen bedeutenden Side-Event zum Thema Vernetzung und die Rolle von Karst-Ökosystemen. Bei dieser einstündigen Veranstaltung sprachen Vertreter der Vereinten Nationen sowie Delegierte von Mitgliedsstaaten. Hilary Reinhart aus Indonesien vertrat die Höhlenforschung und berichtete über die Netzwerke und die im Dezember des Vorjahres verabschiedete Resolution zu Karst-Ökosystemen bei der Umweltversammlung der Vereinten Nationen.
Bedeutung von Karstregionen
Karstgebiete sind Landschaften, die durch die spezifischen Lösungserscheinungen von Karbonatgesteinen (wie Kalkstein oder Dolomit) geformt wurden. Sie sind weltweit verbreitet und beheimaten einzigartige Höhlensysteme, unterirdische Wasserläufe und spezifische Ökosysteme, die von entscheidender Bedeutung für die Biodiversität und die Trinkwasserversorgung vieler Regionen sind. Die Speläologie, die Wissenschaft von den Höhlen und ihrer Erforschung, spielt eine Schlüsselrolle beim Verständnis und Schutz dieser sensiblen Regionen.
Globale Anerkennung und Schutzinitiativen
Die Präsenz der Höhlenforschung auf einer so hochrangigen internationalen Plattform wie dem UN HLPF unterstreicht die wachsende globale Anerkennung der ökologischen und klimatischen Bedeutung von Karstgebieten. Die Resolution zu Karst-Ökosystemen ist ein wichtiger Schritt, um diese einzigartigen Landschaften und ihre oft verborgene Biodiversität besser zu schützen und in nachhaltige Entwicklungsstrategien zu integrieren. Die Veranstaltung ermöglichte einen wertvollen Austausch über zukünftige Kooperationen und Schutzmaßnahmen.
33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" fokussiert auf Kohlenstoffpfade
Die 33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" findet vom 15. bis 19. Juni 2026 in Postojna, Slowenien, statt und konzentriert sich auf das Thema "Kohlenstoffpfade im Karst".
Die 33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" findet vom 15. bis 19. Juni 2026 in Postojna, Slowenien, statt und konzentriert sich auf das Thema "Kohlenstoffpfade im Karst".
33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" fokussiert auf Kohlenstoffpfade
Die renommierte 33. Internationale Karstologische Schule "Classical Karst" wird vom 15. bis 19. Juni 2026 in Postojna, Slowenien, abgehalten. Dieses jährlich stattfindende akademische Ereignis versammelt führende Forscher und Studierende aus der ganzen Welt, um die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Karstforschung zu diskutieren. Das diesjährige Hauptthema lautet "Kohlenstoffpfade im Karst" (Carbon Pathways in Karst).
Forschung an der Schnittstelle von Geologie und Klima
Die Karstologie, die wissenschaftliche Untersuchung von Karstphänomenen, spielt eine entscheidende Rolle für das Verständnis globaler biogeochemischer Kreisläufe. Das Thema "Kohlenstoffpfade im Karst" beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen Wasser, Gestein und organischem Material in Karstlandschaften. Es umfasst die Untersuchung der Kohlenstoffbindung und -freisetzung in Höhlensystemen, die Rolle des Karstes im globalen Kohlenstoffkreislauf und die Auswirkungen des Klimawandels auf Karstgebiete. Die "Klassische Karstregion" in Slowenien ist historisch bedeutsam, da hier die moderne Karstforschung ihren Ursprung hat und der Begriff "Karst" aus der lokalen Bezeichnung dieser Region abgeleitet wurde. Die Konferenz bietet eine Plattform für den Austausch über innovative Messtechniken, hydrologische Modelle und Fallstudien, die zur besseren Verwaltung und zum Schutz dieser einzigartigen und fragilen Ökosysteme beitragen.
UpdateAktuelle Explorationserfolge des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V. im Frühsommer 2026
Der Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) e.V. verzeichnete im Mai und Juni 2026 weitere Fortschritte bei den Grabungs- und Explorationsarbeiten im Kluterthöhlensystem, darunter erfolgreiche Einsätze in der Bismarckhöhle und der Hasenacker Höhle.

Kontinuierliche Erforschung des Kluterthöhlensystems
Der Arbeitskreis Kluterthöhle (AKKH) e.V., eine engagierte speleologische Vereinigung, konnte im Frühsommer 2026 mehrere beachtliche Erfolge bei der Erforschung und Dokumentation des weitläufigen Kluterthöhlensystems in Ennepetal vermelden. Diese kontinuierlichen Aktivitäten sind entscheidend für das Verständnis der komplexen geologischen Strukturen dieses Karstgebietes.
Grabungsfortschritte in der Bismarck- und Hasenacker Höhle
Am 3. Mai 2026 meldete der AKKH den erfolgreichen Einsatz einer Spillwinde, die bei Grabungsarbeiten in der Bismarckhöhle eine effizientere Materialförderung zur Westfalenhalle innerhalb des Höhlensystems ermöglichte. Dies stellt einen wichtigen logistischen Fortschritt für die Untertage-Arbeiten dar. Nur wenige Wochen später, am 31. Mai 2026, wurde die potenzielle Verbindung zur Paradieshöhle im Kluterthöhlensystem weiter ausgebaut, was neue Perspektiven für die Systemerweiterung eröffnet.
Auch in der Hasenacker Höhle waren die Mitglieder des AKKH aktiv. Am 24. Mai 2026 erfolgten dort Arbeiten, die in Absprache mit der Stadt Ennepetal stattfanden und die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Behörden unterstreichen. Diese Projekte tragen maßgeblich zur Erweiterung des bekannten Höhlenkatasters und zum Schutz der empfindlichen unterirdischen Ökosysteme bei.
